Meta setzt im KI-Wettrennen aufs Ganze – und bindet sich dabei langfristig an Nvidia. Der Facebook- und Instagram-Konzern hat eine strategische Partnerschaft über mehrere Jahre angekündigt, die den Einsatz von Millionen Nvidia-Chips der neuesten Generationen umfasst. Finanziell bewegt sich der Deal laut Brancheninsidern im zweistelligen Milliardenbereich.
Das Investment markiert einen Quantensprung in Metas KI-Infrastruktur. Zum ersten Mal wird der Social-Media-Riese eigenständige Grace-CPUs von Nvidia einsetzen. Hinzu kommen GB300-basierte Systeme sowie die nächste Chip-Generation namens Vera Rubin. Meta-Chef Mark Zuckerberg formulierte das Ziel klar: „Wir bauen führende Cluster, um jedem Menschen auf der Welt persönliche Superintelligenz zu liefern.“
Einheitliche Architektur über alle Rechenzentren
Die Zusammenarbeit geht deutlich über bisherige Chip-Lieferungen hinaus. Meta etabliert eine einheitliche Architektur, die eigene Rechenzentren und Cloud-Deployments nahtlos verbindet. Das soll Betriebsabläufe vereinfachen und Performance wie Skalierbarkeit maximieren. Zusätzlich setzt der Konzern auf Nvidias Spectrum-X-Ethernet-Plattform für KI-Netzwerke im gesamten Infrastruktur-Footprint.
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Nvidia-Gründer Jensen Huang betonte die Sonderstellung seines Partners: „Niemand setzt KI in Metas Größenordnung ein – die Integration von Spitzenforschung mit industrieller Infrastruktur für Milliarden Nutzer ist einzigartig.“ Die Rechenleistung wird vor allem für Personalisierungs- und Empfehlungssysteme benötigt, die das Herzstück von Facebook, Instagram und WhatsApp bilden.
Politischer Gegenwind aus Europa
Während Meta technologisch aufrüstet, wächst der regulatorische Druck. Spanien ordnete am Dienstag staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen Meta, X und TikTok an – Vorwurf: Verbreitung KI-generierter sexualisierter Kinderbilder. Ähnliche Schritte hatte zuvor bereits Großbritannien eingeleitet. Irland eröffnete parallel eine Untersuchung gegen den KI-Chatbot Grok wegen Datenschutzverletzungen.
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Mehrere EU-Staaten planen zudem Social-Media-Verbote für Minderjährige. Frankreich, Spanien, Griechenland, Dänemark, Slowenien und Tschechien wollen dem australischen Modell folgen. Deutschland prüft ähnliche Maßnahmen – Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte Sympathien für ein Verbot unter 16 Jahren. Der politische Druck reflektiert wachsende Bedenken über Suchtverhalten, Online-Missbrauch und sinkende Schulleistungen.
Spaniens Verbraucherminister Pablo Bustinduy stellte den nationalen Vorstoß explizit in einen geopolitischen Kontext: Man wolle sich „von digitaler Abhängigkeit gegenüber den USA befreien“. Die Nvidia-Aktie reagierte gelassen auf die Nachrichten und notierte im nachbörslichen Handel 1,2 Prozent höher.
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