Im Fahrwasser neuer Rekordstände an der US-Technologiebörse Nasdaq hat die Meta-Aktie zugelegt. Am gestrigen Montag kletterte der Kurs um 2,2 Prozent auf einen Schlussstand von 661,30 Euro. Laut der Nachrichtenagentur Reuters trieb die anhaltende Stärke bei Technologie- und KI-Werten den Gesamtmarkt an, während unternehmensspezifische Neuigkeiten bei Meta für die Kursbewegung nicht im Vordergrund standen.
Regulatorischer Streit um Datenanforderungen in London
Gleichzeitig steht der Social-Media-Konzern vor juristischen Auseinandersetzungen in Europa. Medienberichten zufolge wehrt sich Meta gemeinsam mit TikTok und X gegen Auskunftsersuchen der britischen Medienaufsicht Ofcom. Der Konzern beanstandet, dass die Behörde weitreichende und detaillierte Angaben zu sieben Diensten verlange, ohne einen klar definierten regulatorischen Zweck offenzulegen.
Die Gerichtsanhörung zu den Auskunftsersuchen soll am morgigen Mittwoch enden. Bereits für die kommende Woche kündigt sich ein weiteres Verfahren an: Dabei will Meta die Berechnungsmethoden der Behörde für Gebühren und Strafen anfechten.
Strengere Sicherheitsvorgaben für die eigene KI-Entwicklung
Parallel dazu schärft das Unternehmen die Kontrollmechanismen für seine Kerntechnologien. Am Freitag aktualisierte Meta sein Regelwerk für Superintelligenz (Superintelligence Scaling Framework).
Der überarbeitete Rahmen führt zusätzliche Sicherheitsanforderungen für das Modelltraining sowie für Evaluierungsprozesse ein. Das Unternehmen teilte mit, dass diese Aktualisierung Zusagen abbildet, die in der vergangenen Woche im Weißen Haus gemacht wurden.
Zuvor hatte Vorstandschef Mark Zuckerberg laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP eine freiwillige Sicherheitsvereinbarung mit US-Präsident Donald Trump und Vertretern anderer Technologieunternehmen unterzeichnet.
Die Vereinbarung sieht interne Prüfungen, externe Sicherheitsaudits sowie die Einbindung von Unternehmenskontrollgremien vor. Künftige Anpassungen des Rahmenwerks soll bei Meta künftig ein neu eingerichtetes KI-Komitee des Verwaltungsrats überwachen.
Operativer Ausbau des Firmenkundengeschäfts
Auf der operativen Seite forciert Meta die Kommerzialisierung seiner Modelle. Das Unternehmen stellte Ende September die Meta Enterprise Platform vor, um Entwicklern und Unternehmen den direkten Zugriff auf die unternehmenseigene KI-Infrastruktur zu ermöglichen.
Die Leitung übernahm Chirantan „CJ“ Desai als Chief Enterprise Platform Officer, der zuvor als CEO und Präsident beim Datenbankanbieter MongoDB tätig war. Ergänzend dazu brachte der Konzern Muse for Small Business an den Start, das Werkzeuge für kleinere Unternehmen mit Profilen auf Facebook und Instagram verknüpft.
Im Hardwarebereich treibt Meta die globale Verfügbarkeit voran und kündigte die dritte Generation der vernetzten Ray-Ban-Brillen für den indischen Markt an.
Stand heute, 6. Oktober: Meta – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Meta investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 6. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

