Metaplanet kauft weiter Bitcoin – und zwar in einem Tempo, das selbst für den japanischen Konzern ungewöhnlich ist. Am 2. Juli 2026 meldete das Unternehmen den Erwerb von weiteren 2.823 BTC. Damit wächst der Firmenbestand auf insgesamt 43.000 Bitcoin.

Neuer Kauf drückt Durchschnittspreis

Für die jüngste Tranche zahlte Metaplanet 35,886 Milliarden Yen. Das entspricht einem Durchschnittspreis von rund 12,712 Millionen Yen pro Coin. Durch den Kauf sinkt der durchschnittliche Einstandspreis über den gesamten Bestand auf 15,332 Millionen Yen je Bitcoin.

Der Kauf ist Teil des sogenannten „555 Million Plan“. Das Ziel: ein Prozent der gesamten Bitcoin-Menge kontrollieren, umgerechnet etwa 210.000 BTC. Bis Ende 2026 will Metaplanet 100.000 BTC halten, bis Ende 2027 dann die vollen 210.000 BTC erreichen. Die Strategie orientiert sich am Modell von MicroStrategy – Bitcoin-Aufbau über Eigen- und Fremdkapital.

Optionsprämien schwächeln, Jahresziel bleibt stehen

Neben der Treasury-Meldung legte Metaplanet auch Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Die Einnahmen aus dem Bitcoin-Geschäft, vor allem aus Optionsprämien und realisierten Gewinnen, lagen bei 1,747 Milliarden Yen – umgerechnet etwa 11 Millionen Dollar.

Das Management hatte diesen Wert erwartet. Im Vergleich zum ersten Quartal ist das aber ein Rückgang um 41 Prozent, damals waren es noch 2,969 Milliarden Yen. Grund ist die niedrigere Marktvolatilität, die geringere Optionsprämien zur Folge hatte. Für das erste Halbjahr summieren sich die Einnahmen auf 4,717 Milliarden Yen.

Trotz der schwächeren Quartalszahl hält Metaplanet an der Jahresprognose fest: 16 Milliarden Yen Umsatz und 11,4 Milliarden Yen operativer Gewinn sollen es am Ende sein.

Aktie erholt sich leicht – vom Tief noch nicht weit entfernt

Parallel zum Bitcoin-Ausbau treibt Metaplanet den Aufbau eigener Finanzdienstleistungen voran. Nach der für Juni 2026 geplanten Übernahme von Siiibo Securities für 2,1 Milliarden Yen will der Konzern eigene Bitcoin-Finanzprodukte entwickeln.

Die Aktie reagierte auf die Treasury-Nachricht positiv und stieg um 4,95 Prozent auf 1,16 Euro. Der Titel bleibt damit aber nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 1,04 Euro, erreicht erst am 30. Juni. Zum 52-Wochen-Hoch von 9,68 Euro, notiert genau ein Jahr zuvor, klafft weiterhin eine Lücke von rund 88 Prozent. Der RSI von 38,6 signalisiert eine Konsolidierungsphase nach den heftigen Kursschwankungen der vergangenen Monate.

Im ersten Quartal 2026 stand unter dem Strich ein Verlust von 728 Millionen Dollar, verursacht vor allem durch Abwertungen der Bitcoin-Bestände. Für den Fall, dass die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem Nettoinventarwert notiert, hat das Management CEO-geführte Aktienrückkäufe als mögliche Option ins Spiel gebracht.