Nach dem stärksten Wochenbeginn seit Jahren folgte der Absturz. Micron Technology erreichte am Dienstag ein neues 52-Wochen-Hoch von 685,40 Euro — und verlor bis Freitagsschluss rund neun Prozent davon wieder. Der Schlusskurs lag bei 624,00 Euro, ein Tagesverlust von gut acht Prozent.
Auslöser war ein breiter Ausverkauf im Halbleitersektor. Berichte über ausgebliebene Käufe fortgeschrittener KI-Chips durch chinesische Technologiekonzerne sorgten für Nervosität. Erwartet hatte der Markt konkrete Bestellungen — materialisiert haben sie sich nicht.
Fundamentale Stärke bleibt intakt
Die operative Lage von Micron erzählt eine andere Geschichte. Im zweiten Fiskalquartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das dritte Quartal peilt das Management rund 33,5 Milliarden Dollar Umsatz an, bei einer Non-GAAP-Bruttomarge von etwa 81 Prozent.
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Besonders relevant für Investoren: Microns gesamte HBM-Produktionskapazität für den Rest des Jahres 2026 ist bereits unter verbindlichen Verträgen ausverkauft. Hochbandbreitenspeicher (HBM) ist der Kern der KI-Infrastruktur — und Micron hat sich diesen Markt gesichert.
Starke Jahresbilanz trotz Wochenturbulenz
Trotz des Freitagseinbruchs bleibt die Jahresbilanz beeindruckend. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 132 Prozent zugelegt. Über zwölf Monate beträgt das Plus mehr als 630 Prozent. Der aktuelle Kurs liegt noch immer rund 50 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt.
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Der RSI von 77 zeigt technische Überhitzung an. Das ungewöhnlich hohe Handelsvolumen am Freitag deutet auf institutionelle Gewinnmitnahmen hin — kein Wunder nach einer solchen Kursrallye.
Geopolitik als Dauerfaktor
Die Korrektur illustriert ein strukturelles Risiko: Microns Wachstumsstory hängt teilweise an der Nachfrage aus China. Jede geopolitische Meldung aus Peking kann kurzfristig für Ausschläge sorgen — in beide Richtungen. Die langfristige Nachfrage nach KI-Speicher bleibt davon unberührt, solange der Ausbau der KI-Infrastruktur weltweit anhält.
Den nächsten konkreten Orientierungspunkt liefert der Quartalsbericht für das dritte Fiskalquartal, der im Juni erwartet wird. Erfüllt Micron die eigene Prognose von 33,5 Milliarden Dollar Umsatz, dürfte die Freitagskorrektur schnell vergessen sein.
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