Die Nachfrage nach Speicherchips übersteigt das Angebot massiv. Micron kann aktuell nur gut die Hälfte der Kundenwünsche bedienen. Das treibt die Preise branchenweit in nie gekannte Höhen. An der Börse honoriert man diese Marktmacht.
Nach einem kurzen Rücksetzer klettert die Micron-Aktie heute um 4,4 Prozent auf 626,50 Euro. Auf Jahressicht steht damit ein beachtliches Plus von rund 133 Prozent auf der Anzeigetafel.
Explodierende Preise für Speicherchips
Analysten erwarten für das Jahr 2026 eine drastische Beschleunigung des Preiszyklus. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM-Speicher sollen im Jahresvergleich um 200 Prozent steigen. Bei NAND-Chips rechnen Experten mit einem Aufschlag von 186 Prozent.
Noch extremer entwickelt sich das Geschäft mit Unternehmenskunden. Für Enterprise-SSDs steht ein möglicher Preisanstieg von 265 Prozent im Raum. Der Grund dafür ist simpel. KI-Infrastruktur erfordert Hochleistungsspeicher, und die Hersteller kommen mit der Produktion nicht hinterher.
Streikgefahr und Milliardeninvestitionen
Ein drohender Arbeitskampf in Südkorea verschärft die Lage zusätzlich. Bei Samsung wollen ab dem 21. Mai rund 47.000 Beschäftigte streiken. Branchenkenner schätzen den möglichen Ausfall auf drei Prozent der weltweiten Speicherproduktion.
Micron reagiert auf den Engpass mit einem massiven Ausbau der eigenen Kapazitäten. Der Konzern investiert im Geschäftsjahr 2026 mehr als 25 Milliarden US-Dollar. Im Fokus stehen dabei HBM- und DRAM-Speicher. Analysten erwarten trotzdem keine schnelle Entspannung. Der Angebotsengpass dürfte bis weit in das Jahr 2027 anhalten.
Rekordzahlen treiben die Erwartungen
Finanziell bewegt sich Micron bereits auf Rekordniveau. Im abgelaufenen Quartal sprang der Umsatz auf 23,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für das laufende Quartal rechnet der Markt mit 33,5 Milliarden US-Dollar Umsatz. Der Gewinn je Aktie soll auf 18,90 US-Dollar klettern.
Zwei Termine am heutigen Tag rücken nun in den Fokus. Die Quartalszahlen von Nvidia liefern harte Daten zur weiteren KI-Nachfrage. Parallel dazu lenken die Verhandlungen bei Samsung die unmittelbare Preisentwicklung am Spotmarkt.
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