Der Speichermarkt hat sich gedreht. Was gestern noch ein Überangebot war, ist heute ein knallharter Verkäufermarkt. Micron Technology nutzt diese Dynamik und stellt für das dritte Geschäftsquartal einen massiven Rekord beim freien Cashflow in Aussicht. Die Nachfrage nach KI-Chips saugt die Lagerbestände weltweit leer.
Executive Vice President Manish Bhatia rechnet damit, dass der strukturelle Mangel bei Speichermedien bis weit nach 2026 anhalten wird. Um sich gegen steigende Kosten abzusichern, greift das Management zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Im Verbund mit taiwanischen Herstellern wie Adata und TeamGroup hat Micron frisches Kapital aufgenommen. Die Mittel fließen direkt in den Aufbau von NAND- und DRAM-Lagerbeständen, bevor die Preise weiter anziehen.
Leere Lager, schnelles Wachstum
Die Situation bei den Zulieferern spitzt sich zu. Branchenberichten zufolge sind die Reserven der NAND-Flash-Produzenten auf ein historisches Tief von drei bis fünf Wochen geschrumpft. Als Antwort auf diesen Engpass beschleunigt Micron den Technologiewechsel. Die Produktion der neuen HBM4-Generation wird derzeit doppelt so schnell hochgefahren wie beim Vorgänger HBM3E.
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Wall Street zieht nach
Analysten reagieren prompt auf die veränderten Vorzeichen. Melius Research hob das Kursziel massiv von 700 auf 1.100 US-Dollar an und rät zum Kauf. Auch Mizuho zeigt sich optimistisch und sieht die Papiere nun bei 800 US-Dollar. Parallel dazu stocken institutionelle Investoren ihre Positionen auf. Fonds wie GSA Capital Partners oder der schwedische AP-Fonds haben ihre Beteiligungen zuletzt mehr als verdoppelt.
Branchenweites Aufatmen
Die positive Stimmung beschränkt sich nicht nur auf Micron. Eine vorläufige Einigung im Tarifstreit bei Samsung Electronics verhinderte einen wochenlangen Streik und trieb asiatische Tech-Werte nach oben. Konkurrenten wie SK Hynix verzeichneten zweistellige Kursgewinne.
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An der Börse spiegelt sich diese Stärke wider. Die Micron-Aktie notiert aktuell bei 653 Euro und verzeichnet damit ein Tagesplus von knapp vier Prozent. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Kurszuwachs auf beachtliche 142 Prozent.
Das Unternehmen profitiert massiv vom KI-getriebenen Nachfrageboom, der das Angebot weiterhin übersteigt. Die schnelle Skalierung der HBM4-Chips zielt direkt auf den lukrativen Markt für Rechenzentren ab. Mit einem RSI von 35,9 ist die Aktie trotz der jüngsten Rallye technisch noch nicht überkauft. Hält das aktuelle Preisniveau am Speichermarkt an, dürfte der anvisierte Rekord-Cashflow im dritten Quartal problemlos erreicht werden.
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