Micron Aktie: Samsung-Streik ab 21. Mai verschärft Knappheit

Micron erreicht Rekordkurs dank KI-Speicherboom und drohendem Samsung-Streik. Analysten heben Kursziele auf bis zu 1.000 Dollar an.

Micron Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordhoch und Milliarden-Bewertung
  • KI-Bedarf treibt Speicherchips an
  • Samsung-Streik droht ab Mai
  • Umsatzsprung um fast 200 Prozent

Micron erlebt eine Neubewertung, wie sie selbst im KI-Boom selten ist. Die Aktie sprang am Mittwoch auf ein Rekordhoch, die Marktkapitalisierung kletterte über 900 Milliarden Dollar. Hinter dem Lauf steckt nicht nur Fantasie. Der Markt preist eine knappe Versorgung mit Hochleistungsspeicher ein.

Analysten erhöhen den Druck

Bank of America erhöhte das Kursziel am 13. Mai von 500 auf 950 Dollar und hält am „Buy“-Votum fest. Die Begründung: KI-Rechenzentren treiben den Bedarf an Speicherchips deutlich schneller nach oben als bisher erwartet.

DA Davidson setzte mit 1.000 Dollar sogar das höchste Kursziel an der Wall Street. Die Bank sieht künstliche Intelligenz als Kraft, die die Speicherbranche strukturell verändert. Das ist der Kern der Rally: Speicher gilt nicht mehr als reiner Zykliker, sondern als Engpass im KI-Ausbau.

Besonders im Fokus steht High Bandwidth Memory. Nach Analystenschätzungen ist Microns HBM-Kapazität bis Ende 2026 praktisch ausverkauft. Knappes Kapital, Engpässe beim Packaging und der enorme Strombedarf großer KI-Cluster bremsen das Angebot.

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Samsung-Streit verschärft Knappheit

In Südkorea kommt ein zweiter Kurstreiber hinzu. Die Gespräche zwischen Samsung Electronics und der größten Gewerkschaft des Konzerns scheiterten am 13. Mai nach zwei Tagen Verhandlungen.

Die Gewerkschaft droht ab 21. Mai mit einem 18-tägigen Generalstreik. Das wäre für den globalen Speichermarkt heikel, weil Samsung zu den wichtigsten Produzenten von DRAM und NAND zählt.

Schon ein kleiner Produktionsausfall könnte spürbar sein. Branchenexperten halten bei DRAM einen Rückgang des weltweiten Angebots um 3 bis 4 Prozent für möglich.

Bei NAND wären es nach diesen Schätzungen 2 bis 3 Prozent. Für Unternehmenskunden steigt damit der Anreiz, Lieferketten breiter aufzustellen. Micron und SK Hynix könnten davon profitieren, falls Kunden Bestellungen umschichten.

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Zahlen stützen die Story

Micron liefert auch operativ Munition. Im jüngsten Geschäftsquartal sprang der Umsatz um 196 Prozent auf 23,86 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 12,20 Dollar.

Für das laufende Quartal stellt das Unternehmen einen Rekordumsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Bruttomarge soll etwa 81 Prozent erreichen. Trotz der Rally liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis bei rund dem Achtfachen.

An der deutschen Börse schloss die Aktie am Mittwoch bei 685,40 Euro und damit auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. In den vergangenen 30 Tagen summiert sich das Plus auf 74,49 Prozent, seit Jahresanfang auf 154,80 Prozent.

Ein Gegenakzent kommt von Insiderverkäufen. In den vergangenen drei Monaten verkauften Führungskräfte Aktien im Wert von rund 52,4 Millionen Dollar. Ein Teil lief über vorab festgelegte 10b5-1-Pläne, was die Aussagekraft zum Timing begrenzt.

Der nächste konkrete Prüfpunkt ist der 21. Mai. Beginnt der angekündigte Samsung-Streik, dürfte die Angebotsseite den Micron-Kurs weiter dominieren. Ohne Produktionsstörung rückt nach dem steilen Lauf wieder stärker die Bewertung in den Vordergrund.

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