Ein Pentagon-Vertrag für klassifizierte KI-Netzwerke, eine grundlegend neu verhandelte OpenAI-Partnerschaft und das erste freiwillige Abfindungsprogramm der Unternehmensgeschichte— Microsoft startet mit einer ungewöhnlich dichten Nachrichtenlage in die neue Handelswoche.
Militär-KI und das Ende der OpenAI-Exklusivität
Das US-Verteidigungsministerium hat Microsoft gemeinsam mit Amazon, Google, NVIDIA, SpaceX und OpenAI für den Einsatz in seinen höchstklassifizierten Netzwerken zugelassen. Die sogenannten Impact-Level-6- und Impact-Level-7-Umgebungen decken geheime bis streng geheime Daten ab. Der Schritt beschleunigt Washingtons Kurs, eine breit aufgestellte KI-Infrastruktur für militärische Entscheidungsprozesse aufzubauen— nachdem ein Streit mit Anthropic über Nutzungsbedingungen das Pentagon zur Diversifizierung seiner KI-Lieferanten bewogen hatte.
Zeitgleich haben Microsoft und OpenAI ihre seit Jahren prägende Partnerschaft neu strukturiert. Microsoft zahlt künftig keine Umsatzbeteiligung mehr, wenn Kunden OpenAI-Modelle über Azure nutzen. OpenAI hingegen überweist weiterhin bis 2030 eine Beteiligung von 20 Prozent an Microsoft— allerdings gedeckelt. Entscheidender ist das Ende der Exklusivität: OpenAI darf seine Produkte nun auf jeder Cloud-Plattform anbieten, also auch bei AWS und Google Cloud. Microsoft behält eine nicht-exklusive Lizenz auf OpenAI-Technologie bis 2032 und bleibt primärer Cloud-Partner— Azure-Erstveröffentlichungen bleiben die Regel, sofern Microsoft nichts anderes entscheidet.
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Freiwilliger Stellenabbau trifft fast 9.000 Mitarbeiter
Neben diesen strategischen Weichenstellungen kündigte Microsoft sein erstes freiwilliges Abfindungsprogramm an. Anspruchsberechtigt sind US-Mitarbeiter bis einschließlich Senior-Director-Ebene, deren Alter und Betriebszugehörigkeit zusammen mindestens 70 ergeben. Rund 8.750 Beschäftigte— etwa sieben Prozent der US-Belegschaft— fallen in diese Gruppe. Benachrichtigungen gehen am 7. Mai raus, die Entscheidungsfrist beträgt 30 Tage.
CFO Amy Hood machte die Richtung klar: Die Mitarbeiterzahl sei im abgelaufenen Quartal bereits gesunken und werde im Geschäftsjahr 2027 erneut zurückgehen.
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Bewertung und Ausblick
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 414,44 Dollar— seit Jahresbeginn ein Minus von zwölf Prozent, der schwächste Jahresstart seit 2008. Vom Allzeithoch liegt der Kurs rund 27 Prozent entfernt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt unter dem 15-Jahres-Durchschnitt, obwohl Analysten für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028 ein Gewinnwachstum je Aktie von knapp 19 Prozent erwarten.
Für das laufende vierte Quartal prognostiziert das Management einen Umsatz zwischen 86,7 und 87,8 Milliarden Dollar— ein Anstieg von 13 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hood warnte allerdings, dass die Windows-OEM-Erlöse im mittleren Zehnprozentbereich sinken dürften. Am 21. Mai ist der Ex-Dividenden-Tag für die angekündigte Quartalsdividende von 0,91 Dollar je Aktie.
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