Microsoft zeigt dem Markt, was in der KI-Wende steckt. Der Konzern vermeldet nicht nur ein grundlegendes Redesign seines Flaggschiffprodukts Microsoft 365 Copilot, sondern auch zwei milliardenschwere Großaufträge von Pentagon und EY. Die Börse reagiert: Die Aktie steigt am Freitag um 3,68 Prozent auf 379,95 Euro. Auf Jahressicht notiert sie mit knapp 6 Prozent im Minus – doch die aktuellen Signale weisen nach oben.
Copilot-Rekord: 20 Millionen bezahlte Sitze
Der wichtigste Treiber ist Microsoft 365 Copilot. Das Produkt wurde neu gestaltet – einfacher, schneller, intuitiver. Das Ziel: eine reibungslosere Integration in den Arbeitsalltag. Die Zahlen geben Microsoft recht. Im dritten Fiskalquartal (Ende März 2026) stiegen die Umsätze mit Microsoft 365 Commercial Cloud um 19 Prozent (währungsbereinigt 15 Prozent) – über den eigenen Erwartungen.
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Das Wachstum kommt vor allem von höheren durchschnittlichen Erlösen pro Nutzer. Die Treiber: E5-Abonnements und Microsoft 365 Copilot. Die Zahl der bezahlten Copilot-Sitze übersteigt inzwischen 20 Millionen. Die Zuwächse bei neuen Sitzplätzen legten binnen Jahresfrist um 250 Prozent zu – der schnellste Anstieg seit dem Produktlaunch. Die Zahl der Kunden mit mehr als 50.000 Copilot-Sitzen hat sich vervierfacht.
Pentagon und EY: Milliarden-Deals unter Dach und Fach
Parallel dazu sichert sich Microsoft zwei Großaufträge, die das Vertrauen institutioneller Kunden in die Cloud- und KI-Plattform unterstreichen. Mit dem Pentagon schloss der Konzern einen Fünfjahresvertrag über 9,7 Milliarden Dollar zur Konsolidierung von Softwarelizenzen. Im Privatsektor folgte eine milliardenschwere KI-Partnerschaft mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, die auf breite Enterprise-KI-Adoption zielt. Beide Deals zeigen: Die Nachfrage nach Microsofts Cloud- und KI-Fähigkeiten zieht sich quer durch alle Branchen.
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Im eigenen Haus macht Microsoft die Cloud-Infrastruktur radikal effizienter. Die interne IT-Organisation Microsoft Digital hat die Hybrid-Cloud-Anbindung von mehreren Monaten auf einen Tag verkürzt – durch KI-gestützte Automatisierung und wiederverwendbare Bausteine. Das beschleunigt die Softwareentwicklung und macht die Cloud zum Netzwerkkern.
Microsoft hat in diesem Quartal geliefert. Der Konzern untermauert seine Position im KI-Wettbewerb mit messbaren Produkterfolgen und institutionellen Milliarden-Deals. Die Aktie notiert 18,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 467,45 Euro, liegt aber klar über der 50-Tage-Linie bei 345,56 Euro. Der RSI von 41 signalisiert: Der Markt hat die positive Entwicklung noch nicht vollständig eingepreist.
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