Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat am 31. März 2026 eine formelle Untersuchung gegen Microsoft eingeleitet. Im Fokus steht die Frage, ob die Lizenzpraktiken des Unternehmens Wettbewerber im Cloud-Markt systematisch benachteiligen.
Lizenzen als Wettbewerbshindernis
Die Untersuchung richtet sich konkret gegen die Lizenzbedingungen für Windows Server, SQL Server, Office 365, Teams und den KI-Assistenten Copilot. Der Vorwurf: Die aktuellen Konditionen machen es für Kunden deutlich teurer, Microsoft-Workloads auf Konkurrenzplattformen wie Google Cloud oder Amazon AWS zu betreiben — laut CMA bis zu fünfmal teurer als auf Microsofts eigenem Azure.
Das Verfahren soll im Mai 2026 offiziell beginnen und kann zwischen neun und achtzehn Monate dauern. Stellt die CMA fest, dass Microsoft einen sogenannten Strategic Market Status innehat, drohen verbindliche Verhaltensauflagen und erzwungene Vertragsänderungen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Microsoft hat bereits auf den Druck reagiert. Das Unternehmen kündigte an, britischen Kunden beim Wechsel zu einem anderen Anbieter kostenlose Datenmigration für 180 Tage zu ermöglichen. Zudem soll innerhalb von sechs Monaten ein neuer Mechanismus für Interoperabilitätsanfragen mit Drittanbietern eingerichtet werden.
Regulatorischer Druck auf mehreren Fronten
Die britische Untersuchung steht nicht allein. Ähnliche Kartellverfahren laufen derzeit in Brasilien und Japan. Europäische Wettbewerber haben mit „Euro-Office“ zudem eine Open-Source-Alternative auf den Markt gebracht, die explizit auf eine Reduzierung der Abhängigkeit vom Microsoft-Ökosystem abzielt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Trotz dieser Gegenwinds halten mehrere Banken an positiven Einschätzungen fest. Piper Sandler bestätigte ein Kursziel von 600 US-Dollar mit Übergewichten-Rating und verweist auf neue KI-Funktionen im Copilot-Paket, darunter die Integration von Anthropics „Claude Cowork“. Bank of America bleibt ebenfalls bei Kaufen mit einem Ziel von 500 US-Dollar. UBS senkte sein Kursziel zuletzt von 600 auf 510 US-Dollar.
Schwaches Kursbild, starke KI-Ambitionen
Die Aktie steht seit Jahresbeginn erheblich unter Druck — ein Rückgang von rund 21 Prozent, getrieben von hohen Investitionsausgaben und einer leichten Abschwächung des Azure-Wachstums auf 39 Prozent im zweiten Fiskalquartal 2026 nach zuvor 40 Prozent.
Intern befindet sich das Unternehmen im Umbau. Chief People Officer Amy Coleman schloss eine umfassende Neustrukturierung der Personalabteilung ab, die ein neues „Workforce Acceleration“-Team für KI-Weiterbildung umfasst. Mehrere langjährige Führungskräfte verließen das Unternehmen, die Position des Chief Diversity Officers wurde gestrichen. Microsoft richtet sich damit konsequent auf KI-zentrierte Dienste aus — während die Regulierer in London genau beobachten, welche Marktmacht dabei entsteht.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 1. April liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


