Microsoft tauscht seinen Sicherheitschef aus. Charlie Bell, der seit 2021 für die Cybersicherheit des Tech-Konzerns verantwortlich war, wird von Hayete Gallot abgelöst. Gallot kommt von Googles Cloud-Einheit und hatte bereits zuvor bei Microsoft gearbeitet. Der Wechsel ist Teil einer längerfristig geplanten Umstrukturierung, wie aus einem Memo von CEO Satya Nadella vom Mittwoch hervorgeht.
Bell, der zuvor als langjähriger Engineering-Manager bei Amazon Web Services tätig war, wechselt in eine neue Rolle als individueller Mitarbeiter mit Fokus auf Engineering-Qualität. Er wird weiterhin direkt an Nadella berichten und eng mit Scott Guthrie, dem Chef für Cloud und KI, an der Cloud-Infrastruktur arbeiten. Gallot übernimmt als Executive Vice President für Sicherheit und berichtet ebenfalls direkt an Nadella.
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Datenschutz-Debatte belastet zusätzlich
Gleichzeitig sorgt eine KI-Funktion unter Windows 11 für Aufsehen. Das sogenannte Recall-Feature, das über Copilot läuft, erstellt alle paar Sekunden Screenshots und wird von Datenschützern kritisch beäugt. Sie warnen, dass Millionen Nutzer dadurch Gefahr laufen, ihre Daten ungewollt offenzulegen. Die Debatte kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da Microsoft ohnehin mit der Wahrnehmung kämpft, die Investitionen in KI-Infrastruktur würden die Erwartungen nicht erfüllen.
Aktie weiter unter Druck
An der NASDAQ verlor die Microsoft-Aktie am Dienstag 2,87 Prozent auf 411,21 Dollar. Am Mittwoch setzt sich die Schwäche zunächst fort. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast 15 Prozent zu Buche. Verantwortlich dafür sind vor allem Bedenken über die stark gestiegenen Ausgaben für KI- und Cloud-Infrastruktur. Im letzten Quartal beliefen sich die Gesamtinvestitionen auf 37,5 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Hinzu kommt die Verlangsamung des Azure-Wachstums von 40 auf 39 Prozent. Auch die breite Schwäche im Software-Sektor belastet: Nach der Vorstellung eines neuen KI-Modells von Anthropic für die Rechtsbranche gerieten weltweit Software-Aktien unter Druck. Investoren fürchten zunehmend, dass KI-Anwendungen etablierte Geschäftsmodelle schneller disruptieren könnten als erwartet.
Trotz der aktuellen Kursschwäche bleiben Analysten optimistisch. 34 von 35 Experten auf TipRanks empfehlen die Aktie zum Kauf, bei einem durchschnittlichen Kursziel von 603,47 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von knapp 47 Prozent.
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