Microsoft Aktie: Gates Foundation verkauft 3,2 Milliarden

Trotz Rekordverkäufen von Forza Horizon 6 und neuem Großaktionär Ackman notiert die Aktie 23% unter ihrem Jahreshoch.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Forza Horizon 6 mit 5 Mio. Verkäufen
  • Game Pass könnte Verkäufe kannibalisieren
  • Gates Foundation verkauft letzte Anteile
  • Bill Ackman investiert 2,3 Mrd. Dollar

Fünf Millionen Spieler in einer Woche, ein milliardenschwerer Neueinstieg — und trotzdem notiert die Aktie rund 23 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Bei Microsoft laufen gerade zwei sehr unterschiedliche Geschichten parallel.

Forza Horizon 6 liefert einen der stärksten Launches seit Jahren

Am 19. Mai erschien Forza Horizon 6 offiziell für Windows und Xbox Series X/S. Innerhalb einer Woche verkaufte das Spiel knapp fünf Millionen Exemplare — aufgeteilt auf Steam und Xbox. Der Umsatz überstieg 325 Millionen Dollar.

Hinter dieser Zahl steckt eine strukturelle Spannung. Nur 42 Prozent der Käufer kamen über Xbox-Plattformen, Steam-Nutzer machten mit 2,8 Millionen Kopien den größeren Teil aus. Hinzu kommen über drei Millionen Spieler, die das Spiel über Game Pass nutzten — ohne es zu kaufen.

Analyst Rhys Elliott von Alinea Analytics formuliert es direkt: Game Pass kannibalisiere einen Teil der Verkäufe. Ohne die Day-One-Aufnahme in den Abo-Dienst hätten sowohl die Steam- als auch die Xbox-Version mehr Einheiten abgesetzt. Das Gegenargument ist bekannt: Wer über Game Pass bleibt oder neu abonniert, generiert über die Laufzeit mehr Wert als ein Einzelkauf. Wie viele der drei Millionen Game-Pass-Spieler in diese Kategorie fallen, bleibt offen. Ein PlayStation-5-Port soll noch 2026 folgen.

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Gates Foundation raus — Ackman rein

Die zweite große Nachricht der Woche war institutioneller Natur. Die Gates Foundation hat im ersten Quartal 2026 ihre letzten 7,7 Millionen Microsoft-Aktien verkauft — ein Paket im Wert von rund 3,2 Milliarden Dollar. Zum ersten Mal seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hält die Stiftung keine Microsoft-Anteile mehr.

Der Ausstieg folgt keiner negativen Einschätzung des Unternehmens. Die Stiftung hat sich verpflichtet, ihr gesamtes Vermögen bis 2045 auszugeben — mehr als 200 Milliarden Dollar über zwei Jahrzehnte. Dafür müssen Positionen aufgelöst werden.

Fast zeitgleich mit der Pflichtmitteilung meldete Hedgefonds-Manager Bill Ackman eine neue Position von rund 2,3 Milliarden Dollar, verteilt auf etwa 5,65 Millionen Aktien. Finanziert hat er den Kauf durch den Abbau seiner Alphabet-Beteiligung. Persönlich hält Bill Gates außerhalb der Stiftung weiterhin rund 103 Millionen Microsoft-Aktien.

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Aktie unter Druck, Bewertung im historischen Vergleich günstig

Der Kurs spiegelt die positiven Nachrichten bislang kaum wider. Mit 360,90 Euro liegt die Aktie rund neun Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn mehr als zehn Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 467,45 Euro trennen sie noch immer fast 23 Prozent.

Auf Basis der Gewinnschätzungen handelt Microsoft bei rund 22x Forward-Earnings — für ein Unternehmen, das Umsätze mit 18 Prozent jährlich steigert, Gewinne mit über 23 Prozent wachsen lässt und eine operative Marge von 46 Prozent ausweist. 31 Analysten stufen die Aktie aktuell mehrheitlich mit Kaufempfehlung ein.

Ob der Markt diese Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Kursentwicklung schließt, hängt wesentlich davon ab, wie Microsoft das Game-Pass-Modell monetarisiert — und ob die KI-Investitionen in den nächsten Quartalen sichtbar in den Zahlen ankommen.

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