Microsoft arbeitet an mehreren Baustellen zugleich. Bei LinkedIn fallen Stellen weg, Windows 11 soll schneller werden, und in Israel folgt ein Führungswechsel nach einer internen Prüfung. Der gemeinsame Nenner: Der Konzern schärft seine Strukturen, während er massiv Geld in KI-Infrastruktur lenkt.
LinkedIn wächst und baut trotzdem um
LinkedIn soll rund 5 Prozent der weltweit 17.500 Beschäftigten abbauen. Betroffen sind vor allem Bereiche wie Entwicklung, Produkt und Marketing. Das wirkt auf den ersten Blick hart, passt aber zur aktuellen Linie des Konzerns: Ressourcen wandern dorthin, wo Microsoft mehr Wachstum erwartet.
Schwache Geschäfte erklären den Schritt nicht. LinkedIn steigerte den Umsatz im jüngsten Quartal um 12 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar. Die Kürzungen sehen daher eher nach einer gezielten Neuordnung aus als nach einer Reaktion auf sinkende Nachfrage.
Microsoft geht auch außerhalb von LinkedIn an die Kostenbasis. In den USA bot der Konzern rund 8.750 Beschäftigten ein einmaliges freiwilliges Ruhestandsprogramm an. Die Programme dürften Kosten von etwa 900 Millionen Dollar verursachen, während Microsoft für dieses Jahr Investitionen von rund 190 Milliarden Dollar plant.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Das Ziel liegt klar auf der Hand: Rechenzentren, Cloud-Kapazität und KI-Systeme sollen schneller wachsen als klassische Kostenblöcke. Kein Wunder, dass der Konzern intern härter priorisiert.
Windows 11 bekommt mehr Tempo
Parallel dazu bereitet Microsoft ein größeres Leistungsupdate für Windows 11 vor. Der Rollout ist für Juni 2026 geplant. Kernstück ist ein „Low Latency Profile“, das die Prozessorleistung bei wichtigen Aufgaben kurzzeitig hochfährt.
Das soll Programme schneller starten lassen und das System direkter wirken lassen. Microsoft bindet die Funktion in die breitere Initiative „Windows K2“ ein. Dazu gehört auch der stärkere Einsatz von nativem WinUI-3-Code für Oberflächen.
Für Nutzer klingt das technisch. Für Microsoft ist es strategisch. Windows bleibt ein wichtiger Zugangspunkt zum Ökosystem, auch wenn Cloud und KI längst den Wachstumstakt vorgeben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Israel-Chef geht nach Prüfung
In Israel endet eine heikle Personalie. Alon Haimovich, General Manager von Microsoft Israel, soll seinen Posten am 31. Mai 2026 verlassen. Dem Schritt ging eine interne Prüfung durch das globale Management voraus.
Dabei ging es um Vorwürfe zur Nutzung von Microsoft Azure durch das israelische Militär. Im Raum standen Fragen zur Einhaltung des Ethikkodex, unter anderem wegen angeblicher Speicherung von Millionen palästinensischer Telefonate. Der Fall zeigt, wie sensibel das Cloud-Geschäft geworden ist, sobald staatliche Kunden und militärische Nutzung zusammenkommen.
An der Börse bleibt die Aktie unter Druck. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 350,95 Euro, seit Jahresanfang steht ein Minus von 13,05 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt weiter knapp 12 Prozent.
Finanziell bleibt Microsoft dennoch stark. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte der Konzern 318,27 Milliarden Dollar Umsatz, der freie Cashflow lag bei 72,92 Milliarden Dollar. Die Dividende von 0,91 Dollar je Aktie ist mit Ex-Tag am 21. Mai vorgesehen.
Der Kalender bleibt dicht: Erst folgt der Dividendenstichtag, dann der Führungswechsel in Israel, kurz darauf das Windows-Update. Für Microsoft zählt nun, ob die hohen KI-Ausgaben weiter mit robustem Cashflow und operativer Disziplin zusammenpassen.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 15. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


