Microsofts KI-Ambitionen kennen offenbar keine Grenzen – und sie enden auch nicht an der amerikanischen Küste. Gleich mehrere Meldungen dieser Woche verdeutlichen, wie konsequent der Konzern seine Position im globalen KI-Rennen ausgebaut.
18 Milliarden Dollar für Australien
Das bislang größte Investitionspaket in einem einzelnen Land: Bis 2029 fließen umgerechnet 18 Milliarden Dollar in den Ausbau von Azure-Rechenzentren und KI-Infrastruktur in Australien. Die Kapazitäten sollen dabei um mehr als 140 Prozent wachsen – ein Volumen, das auf der bisher zugesagten Summe von rund 3,6 Milliarden Dollar aus 2023 aufbaut. Flankiert wird die Investition durch eine vertiefte Partnerschaft mit dem australischen Geheimdienst für Cybersicherheit sowie ein Schulungsprogramm für drei Millionen Australier bis 2028.
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LinkedIn und KI-Sicherheit: Zwei Baustellen gleichzeitig
Intern gibt es ebenfalls Bewegung. LinkedIn, das 2025 rund 6,3 Prozent des Microsoft-Konzernumsatzes ausmachte, bekommt eine neue Führung: Daniel Shapero, langjähriger COO und LinkedIn-Veteran seit 2008, übernimmt sofort den CEO-Posten von Ryan Roslansky. Die Plattform mit mehr als 1,3 Milliarden Mitgliedern soll unter Shapero stärker in die KI-getriebene Arbeitswelt eingebettet werden.
Parallel dazu stärkt Microsoft sein Sicherheitsportfolio: Anthropics neues KI-Modell Claude Mythos Preview wird in den eigenen Security Development Lifecycle integriert. Das Modell hat bislang tausende kritische Schwachstellen in Betriebssystemen und Webbrowsern identifiziert – eine Fähigkeit, die Microsoft gezielt für die frühe Fehlererkennung im Entwicklungsprozess nutzen will. Zunächst können nur ausgewählte Technologiekonzerne, darunter auch Amazon und Apple, im Rahmen von Anthropics kontrolliertem Programm „Project Glasswing“ darauf zugreifen.
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Cursor-Deal geplatzt – kein Grund zur Sorge
Weniger erfolgreich verlief der Blick auf Cursor, das derzeit angesagteste KI-Programmiertool. Microsoft hatte eine Übernahme geprüft, entschied sich aber gegen ein Angebot. Den Zuschlag bekam letztlich SpaceX mit einem Deal von 60 Milliarden Dollar. Für Microsoft bedeutet das keine dramatische Niederlage: GitHub Copilot bleibt das eigene Angebot im stark wachsenden Markt für KI-gestütztes Coding, das durch Partnerschaften mit Anthropic und OpenAI weiter gespeist wird – beide Unternehmen haben sich zu erheblichen Azure-Ausgaben verpflichtet.
Die Nachrichtenlage dieser Woche zeichnet ein klares Bild: Microsoft investiert massiv in Infrastruktur, schärft sein Sicherheitsangebot und ordnet Führungsstrukturen neu. Der Q3-Bericht, der in Kürze erwartet wird, dürfte zeigen, ob diese Offensive sich bereits in handfesten Zahlen niederschlägt.
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