Microsoft und das Beratungsunternehmen EY bauen ihre strategische Allianz massiv aus. Ein gemeinsamer Investitionsplan sieht über eine Milliarde US-Dollar für die kommenden fünf Jahre vor. Das Ziel: Künstliche Intelligenz verlässt die Pilotphase und wird im industriellen Maßstab in Kernprozesse integriert.
EY als Testlabor
Im Rahmen der Kooperation dient EY als primäres Testgelände für Microsofts KI-Werkzeuge. Das Beratungsunternehmen hat den Microsoft Copilot bereits bei 150.000 Nutzern eingeführt. Die ersten Ergebnisse zeigen ein Produktivitätsplus von 15 Prozent. Bald sollen 400.000 Mitarbeiter weltweit die Software nutzen.
Intern arbeitet EY nun deutlich effizienter. Die Finanzabteilung meldet 37 Prozent geringere Kosten und 95 Prozent kürzere Durchlaufzeiten. Die Steuerabteilung reduzierte manuelle Tätigkeiten um bis zu 90 Prozent.
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Rekordinvestitionen treffen auf Wachstum
Diese Allianz fällt in eine Phase beispielloser Ausgaben für neue Technologie. Microsofts vierteljährliche Kapitalinvestitionen stiegen zuletzt um 84 Prozent auf 30,88 Milliarden US-Dollar. Das Geld fließt primär in Rechenzentren und Spezialchips.
Trotz der hohen Kosten hält der Konzern an seinen Ausschüttungen fest. Aktionäre erhalten eine Jahresdividende von 3,64 US-Dollar je Anteilsschein. Im Juni steht die nächste Quartalszahlung von 0,91 US-Dollar an. Die Ausschüttungsquote bleibt auf einem moderaten Niveau.
Das operative Geschäft liefert die nötige Basis für diese Strategie. Im abgelaufenen Quartal übertraf Microsoft die Erwartungen mit einem Umsatz von fast 83 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 4,27 US-Dollar und schlug damit die Analystenprognosen.
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Aktienkurs unter der Lupe
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke aktuell nur bedingt wider. Die Microsoft-Aktie notiert derzeit bei rund 363 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht das Papier ein Minus von knapp zehn Prozent.
Analysten bleiben indes optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 560 US-Dollar. Großinvestoren positionieren sich entsprechend. Der Vermögensverwalter Ashton Thomas Private Wealth kaufte kürzlich weitere Anteile und hält nun über 170.000 Stück.
Der Erfolg großer Partnerschaften wie mit EY muss nun die massiven Ausgaben für die Infrastruktur rechtfertigen. Gelingt es Microsoft, diese Gewinne bei der Produktivität auf andere Branchen zu übertragen, stärkt das die langfristigen Cloud-Erlöse. Konkrete Updates zur Strategie folgen in den kommenden Wochen.
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