Microsoft Aktie: Musk will 134 Milliarden Dollar!

Tesla-Chef Elon Musk fordert bis zu 134 Milliarden Dollar von OpenAI und Microsoft und wirft dem KI-Unternehmen Vertragsbruch vor. Die Aktie von Microsoft zeigt sich bisher unbeeindruckt.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Musk fordert bis zu 134 Milliarden Dollar Schadenersatz
  • Vorwurf des Vertragsbruchs und versteckter Gewinnorientierung
  • OpenAI kündigt Werbung in ChatGPT zur Kostendeckung an
  • Microsoft-Aktie reagiert gelassen auf die Klageandrohung

Der Tesla-Chef dreht mächtig auf: In einer am Freitag eingereichten Klageschrift fordert Elon Musk von OpenAI und Microsoft eine astronomische Summe von bis zu 134 Milliarden Dollar. Seine Begründung? Er habe das KI-Unternehmen mit aufgebaut – und verdiene deshalb seinen Anteil am heutigen Erfolg.

Die Rechnung klingt absurd, doch Musk meint es ernst. Von OpenAI verlangt er zwischen 65,5 und 109,4 Milliarden Dollar, von Microsoft noch einmal 13,3 bis 25,1 Milliarden. Basis der Berechnung: Seine ursprüngliche Investition von 38 Millionen Dollar, die 60 Prozent der frühen Finanzierung ausmachte. Sein Finanzexperte C. Paul Wazzan hat die Summen ermittelt – Microsoft und OpenAI halten die Zahlen für „erfunden und unverifizierbar“.

Der Vorwurf: Verrat an der Mission

Musks zentrale Anklage: OpenAI habe ihn mit falschen Versprechen gelockt. Das Unternehmen sei als gemeinnützige Organisation gestartet, habe sich aber heimlich in ein gewinnorientiertes System verwandelt. Während Musk Millionen investierte und dem Projekt Glaubwürdigkeit verlieh, hätten die Gründer ihre kommerziellen Ziele bewusst verschleiert.

Die Gegenseite schlägt zurück. OpenAI wirft Musk eine „Belästigungskampagne“ vor und behauptet, er habe bereits 2017 einer gewinnorientierten Struktur zugestimmt. Die Verhandlungen scheiterten damals angeblich an Musks Forderung nach absoluter Kontrolle und einer Eingliederung in Tesla. Microsoft betont, es gebe keine Beweise für eine Unterstützung bei einem angeblichen Vertragsbruch.

Werbung kommt – Geld muss fließen

Parallel zu den Gerichtsstreitigkeiten verkündete OpenAI am Freitag eine bedeutende Strategieänderung: ChatGPT wird künftig Werbung enthalten. In den USA starten demnächst Tests mit Anzeigen in der kostenlosen Version und im 8-Dollar-Tarif ChatGPT Go. CEO Sam Altman, der Werbung früher strikt ablehnte, vollzieht damit einen bemerkenswerten Schwenk.

Der Grund ist klar: Über 90 Prozent der ChatGPT-Nutzer verwenden die kostenlose Version – und verursachen nur Kosten. Die enormen Betriebskosten für die KI-Modelle zwingen OpenAI, neue Einnahmequellen zu erschließen. Wer werbefrei bleiben will, muss mindestens 20 Dollar monatlich für ChatGPT Plus zahlen.

Anleger bleiben gelassen

Die Microsoft-Aktie reagierte unbeeindruckt auf Musks Milliardenforderung. Am Freitag legte der Titel an der NASDAQ um 0,70 Prozent auf 459,86 Dollar zu. Der Prozessauftakt ist für April 2026 angesetzt – Anleger haben also Zeit, die Tragweite der Klage zu bewerten. Neben der Gewinnabschöpfung behält sich Musk auch Strafschadensersatz und einstweilige Verfügungen vor.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 17. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Microsoft Jahresrendite