Microsoft Aktie: Obstacles überwunden!

Nvidias neue Rubin-Chipgeneration bietet enorme Leistungssteigerungen für KI. Microsoft setzt frühzeitig auf die Technologie, während CEO Nadella die Kritik an generativer KI zurückweist.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Rubin-Chips liefern fünffache KI-Rechenleistung
  • Microsoft integriert Systeme in KI-Superfabriken
  • Nadella verteidigt Nutzen generativer KI
  • Analysten sehen Rückenwind für Softwarekonzerne

Nvidia-Chef Jensen Huang stellte am Montag auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas die nächste Chip-Generation vor – und die hat es in sich. Die Rubin-Plattform befindet sich bereits in Vollproduktion und soll noch 2026 bei den ersten Kunden zum Einsatz kommen. Doch was bedeutet das für Microsoft und andere Tech-Riesen?

Die Zahlen klingen beeindruckend: Rubin-Chips liefern beim Betrieb von Chatbots und anderen KI-Anwendungen eine fünfmal höhere Rechenleistung als die Vorgängergeneration. Beim Training von KI-Modellen liegt der Vorsprung bei 3,5-facher Performance. Das Flaggschiff-System kombiniert 72 Grafikeinheiten mit 36 neuen Zentralprozessoren und kann zu „Pods“ mit über 1.000 Rubin-Chips zusammengeschaltet werden.

Microsoft als Early Adopter

Microsoft plant die Integration der neuen Vera Rubin NVL72 Rack-Systeme in seine Fairwater AI-Superfabriken. Damit gehört der Konzern zu den ersten Großkunden, die auf die neue Technologie setzen – neben Amazon AWS, Google Cloud und Oracle. Die frühe Adaption dürfte Microsoft einen Wettbewerbsvorteil im hart umkämpften KI-Markt verschaffen.

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Interessant wird es bei den Kosten: Nvidia verspricht bis zu zehnmal niedrigere Ausgaben pro Token – der fundamentalen Recheneinheit von KI-Systemen. Die neue Plattform nutzt zudem eine proprietäre Datenform, die Nvidia als Industriestandard etablieren möchte. „So konnten wir einen gigantischen Leistungssprung erreichen, obwohl wir nur 1,6-mal so viele Transistoren haben“, erklärte Huang.

Nadella wehrt sich gegen KI-Kritiker

Zeitgleich positionierte sich Microsoft-CEO Satya Nadella zum Jahreswechsel deutlich gegen pauschale KI-Kritik. Auf der Plattform „Scratchpad“ forderte er ein Ende der Diffamierung generativer KI als „Slop“ – ein Ausdruck für wertlose, maschinell erstellte Inhalte.

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Die Experimentierphase sei abgeschlossen, so Nadella. Jetzt gehe es um konkreten Nutzen und die Unterscheidung zwischen „Show-Effekten“ und „echter Substanz“. KI müsse als „Verstärker menschlicher Fähigkeiten“ funktionieren, nicht als deren Ersatz. Für 2026 prognostiziert der Microsoft-Chef den Wandel von Einzelmodellen zu vielschichtigen KI-Systemen, die verschiedene Modelle, Tools und Speicherfunktionen koordinieren.

Analysten bleiben optimistisch

Die kanadische Bank RBC belässt Microsoft auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 640 US-Dollar. Für gut aufgestellte Softwarekonzerne dürfte 2026 der Rückenwind durch KI besser erkennbar werden, schreiben die Analysten Matthew Hedberg, Rishi Jaluria und Matthew Swanson am 5. Januar in ihrem Branchenausblick.

Die Microsoft-Aktie zeigte sich am Montag im NASDAQ-Handel zeitweise 0,54 Prozent schwächer bei 470,41 US-Dollar. Die verhaltene Reaktion überrascht angesichts der strategischen Partnerschaft mit Nvidia und der klaren Positionierung im KI-Rennen. Bleibt die Frage: Unterschätzt der Markt gerade Microsofts Vorteil durch den frühen Zugang zur Rubin-Technologie?

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.