Microsoft Aktie: Schweizer Kartellwächter ermitteln

Die Schweizer Wettbewerbskommission untersucht drastische Preiserhöhungen bei Microsoft 365 auf möglichen Missbrauch der Marktmacht. Die Prüfung könnte zum Präzedenzfall werden.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Voruntersuchung gegen Microsoft in der Schweiz
  • Fokus auf Preiserhöhungen bei Microsoft 365
  • Prüfung auf Missbrauch marktbeherrschender Stellung
  • Potenzielle Signalwirkung für andere Behörden

Die Wettbewerbskommission der Schweiz hat eine Voruntersuchung gegen den Tech-Konzern eingeleitet. Im Fokus stehen drastische Preiserhöhungen bei Lizenzprodukten, die möglicherweise gegen das Kartellgesetz verstoßen.

Konkret geht es um Microsoft 365, das von zahllosen Unternehmen, Behörden und Institutionen genutzt wird. Mehrere Kunden hatten sich über erhebliche Preissteigerungen beschwert. Die Behörde WEKO prüft nun, ob die Preispolitik eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung darstellt.

Missbrauch der Marktmacht?

Das schweizerische Kartellgesetz verbietet nicht nur illegale Preisabsprachen zwischen Konkurrenten. Es untersagt auch ausdrücklich den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Genau dieser Vorwurf steht im Raum: Hat Microsoft seine dominante Position am Markt ausgenutzt, um Preise willkürlich zu erhöhen?

Die Untersuchung dürfte spannend werden. Denn Microsoft ist mit seinem Office-Paket faktisch alternativlos für viele Organisationen. Ein Wechsel zu Konkurrenzprodukten ist aufwendig und kostspielig – was dem Konzern erheblichen Preissetzungsspielraum verschafft.

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Parallele Entwicklungen

Während die Schweizer Behörden ermitteln, setzt Microsoft seine Expansionsstrategie fort. Der Konzern schloss gerade einen Rekord-Deal über 2,85 Millionen Boden-Kohlenstoffzertifikate ab – Wert zwischen 171 und 228 Millionen Dollar. Das Ziel: bis 2030 „CO2-negativ“ werden, trotz steigender Emissionen durch KI-Rechenzentren.

Gleichzeitig positionieren sich europäische Anbieter als Alternative. Das dänische Unternehmen CapaSystems präsentierte mit CapaOne eine Cloud-Plattform, die Microsoft Intune erweitert und europäische Datenschutzstandards garantiert. Ein Warnschuss für den Marktführer aus Redmond?

Die kartellrechtliche Prüfung in der Schweiz könnte zum Präzedenzfall werden. Sollte WEKO Verstöße feststellen, drohen nicht nur Bußgelder – sondern auch ein Signal an andere Regulierungsbehörden weltweit.

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