MicroVision schließt einen Entwicklungsvertrag mit einem führenden Hersteller von Bau- und Bergbaumaschinen. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Washington liefert seine Lidar-Sensoren für autonome Muldenkipper.
Die Vereinbarung trägt den Namen Master Development Agreement. Sie wurde am 10. Juni 2026 bekannt gegeben. Erste Entwicklungs- und Testaktivitäten laufen bereits seit dem 1. Juni.
Projektiert ist der Einbau zweier Iris-Lidar-Sensoren pro Fahrzeug. Die Muldenkipper sind für Steinbrüche und Kiesgruben vorgesehen. Später könnte auch MicroVisions Halo-Lidar zum Einsatz kommen.
Wer genau der Partner ist? Das bleibt geheim. Auch die finanziellen Details des Deals wurden nicht veröffentlicht.
Ein Schritt in die Industrie
MicroVision war bisher vor allem im Automobilsektor aktiv. Jetzt drängt das Unternehmen in den industriellen Markt. Dort geht es um Großgeräte und raue Umgebungen.
Die Technologie soll Sicherheit und Effizienz steigern. Autonome Fahrzeuge in Minen oder Steinbrüchen arbeiten ohne Fahrer. Sie brauchen zuverlässige Sensoren für Hinderniserkennung und Navigation.
MicroVision hat Entwicklungszentren in den USA und in Deutschland. Das Unternehmen stellt Lidar-Systeme für Autos, Industrie und Sicherheitsanwendungen her.
Die Aktie: Leichte Erholung nach Kursrutsch
Die Aktie legte am Donnerstag um 11,5 Prozent auf 0,37 Euro zu. Der Vortagesschluss lag bei 0,33 Euro. Der Rücksetzer der vergangenen Wochen bleibt aber deutlich sichtbar.
Auf Jahressicht verlor die Aktie 63 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 1,28 Euro. Der aktuelle Kurs notiert 71 Prozent darunter.
Erst am Dienstag markierte die Aktie ihr Jahrestief bei 0,30 Euro. Die neue Partnerschaft gibt Anlegern nun einen Grund zur Hoffnung. Der RSI von 37,7 signalisiert leichte Überverkauftheit – aber noch keine Trendwende.
Gemischte Bilanz zum Jahresstart
Im ersten Quartal 2026 erzielte MicroVision einen Gewinn je Aktie von 0,08 Dollar. Das lag über den Analystenerwartungen. Der Umsatz von 0,9 Millionen Dollar enttäuschte dagegen.
Der neue Entwicklungspartner könnte die Erlöse langfristig nach oben treiben. Die Arbeit an den sensorbestückten Muldenkippern hat begonnen. Wann sie in Serie gehen, ist offen.
Für das Unternehmen geht es jetzt darum, den Auftrag in Volumen zu übersetzen. Der Industriekunde hat großes Potenzial. Ob sich das auch in steigenden Aktienkursen zeigt, hängt vom Ausgang der Entwicklungsarbeiten ab.
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