Moderna schlägt gleich zweimal zu: Am 29. Januar 2026 gab das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit dem italienischen Pharmakonzern Recordati bekannt. Nur einen Tag später, am 30. Januar, folgte die Personalie: Dr. David Berman übernimmt ab dem 2. März 2026 die Position des Chief Development Officer.
Der Deal mit Recordati dreht sich um mRNA-3927, eine experimentelle Therapie gegen Propionazidämie – eine seltene Stoffwechselerkrankung, die etwa 1 von 100.000 bis 150.000 Menschen weltweit betrifft. Die Krankheit wird durch defekte Enzyme verursacht und kann zu lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisungen führen. Bislang existiert keine ursächliche Behandlung.
Millionen-Deal: Was steckt dahinter?
Moderna kassiert eine Vorauszahlung von 50 Millionen Dollar. Weitere 110 Millionen Dollar winken bei Erreichen von Entwicklungs- und Zulassungsmeilensteinen. Hinzu kommen gestaffelte Lizenzgebühren auf Verkäufe sowie zusätzliche kommerzielle Meilensteinzahlungen. Insgesamt könnte der Deal also deutlich mehr als 160 Millionen Dollar einbringen.
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Die Aufgabenteilung ist klar geregelt: Moderna behält die Kontrolle über Entwicklung und Herstellung von mRNA-3927. Recordati übernimmt nach einer möglichen Zulassung die weltweite Vermarktung. Das macht strategisch Sinn – Recordati verfügt bereits über etablierte Strukturen im Bereich seltener Stoffwechselerkrankungen.
Die pivotale Studie zu mRNA-3927 hat bereits die Zielrekrutierung erreicht. Erste Ergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Interim-Daten, die kürzlich im Fachjournal Nature veröffentlicht wurden, zeigten bereits frühe Anzeichen klinischer Verbesserungen.
Führungswechsel an der Spitze
Parallel dazu holt sich CEO Stéphane Bancel Verstärkung ins Management-Team. Dr. David Berman bringt zwei Jahrzehnte Erfahrung mit – darunter die Entwicklung von vier Onkologie-Biologika. Zuletzt verantwortete er als EVP und Forschungschef bei Immunocore die Zulassung der ersten T-Zellrezeptor-Therapie.
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Davor leitete Berman bei AstraZeneca das Immun-Onkologie-Franchise und spielte bei Bristol-Myers Squibb eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des ersten zugelassenen Checkpoint-Inhibitors. Seine Expertise in Onkologie und Infektionskrankheiten soll Modernas Pipeline zusätzlichen Schub verleihen.
Dr. Jacqueline Miller, die bisherige Chief Medical Officer, verlässt das Executive Committee am 2. März 2026. Sie bleibt dem Unternehmen als Beraterin erhalten, um den Übergang zu begleiten. In ihrer fünfeinhalbjährigen Amtszeit baute sie ein starkes Team im Bereich Infektionskrankheiten auf – mit drei bereits zugelassenen Impfstoffen und drei weiteren in Phase-3-Studien oder kurz vor der Zulassung.
Der Deal mit Recordati unterliegt noch der kartellrechtlichen Prüfung in den USA, die innerhalb von 30 Tagen nach Einreichung erwartet wird. Recordati erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf das EBITDA vor einem möglichen Marktstart der Therapie.
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