Auf der J.P. Morgan Industrials Conference präsentierte MP Materials diese Woche seinen Fahrplan für den Aufbau einer vollständig integrierten amerikanischen Seltene-Erden-Lieferkette — mit konkreten Zahlen, prominenten Kunden und dem Pentagon als strategischem Partner im Rücken.
Das 10X-Projekt: Nordtexas als Magnetzentrum
Kern der Präsentation war das sogenannte „10X“-Campus-Projekt in Northlake, Texas. Auf einem 120 Hektar großen Gelände, weniger als 16 Kilometer vom bestehenden Werk in Fort Worth entfernt, plant das Unternehmen eine Magnetfabrik mit einer Jahreskapazität von 10.000 Tonnen NdFeB-Magneten. Die Finanzierung steht: JPMorgan Chase und Goldman Sachs stellen eine Milliarde Dollar Baukredit bereit, das US-Verteidigungsministerium schießt weitere 150 Millionen Dollar als Darlehen zu.
Das Pentagon ist dabei weit mehr als Geldgeber. Es sicherte MP Materials einen zehnjährigen Preisboden für NdPr-Oxid bei 110 Dollar je Kilogramm, eine zehnjährige Abnahmevereinbarung für die gesamte 10X-Produktion sowie eine bevorzugte Eigenkapitalbeteiligung von 400 Millionen Dollar — die das Verteidigungsministerium zum größten Einzelaktionär machen würde.
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Apple, GM und ein unbekannter Autohersteller
Auf der Kundenseite hat MP Materials zuletzt erheblich Fahrt aufgenommen. Apple erhält künftig Magneten aus 100 Prozent recyceltem Material. General Motors soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2025 mit kommerziellen Lieferungen beliefert werden. Zusätzlich unterzeichnete das Unternehmen einen nach eigenen Angaben „enormen“ Liefervertrag für Neodym-Praseodym-Oxid mit einem nicht namentlich genannten Automobilhersteller.
Die Nachfragetreiber dahinter sind struktureller Natur: KI-Infrastruktur, Robotik, Drohnen und Hybridfahrzeuge treiben den Bedarf an Hochleistungsmagneten. Gleichzeitig kontrolliert China mehr als 90 Prozent der globalen Verarbeitungs- und Magnetproduktionskapazitäten — und schränkte im vergangenen Jahr die Seltene-Erden-Exporte gezielt ein. Genau diese Abhängigkeit macht das Angebot von MP Materials für Regierung und Industrie attraktiv.
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Umsatz soll sich bis 2028 vervierfachen
Die Wachstumsprojektionen sind ambitioniert. Analysten von S&P Global Market Intelligence rechnen damit, dass das 10X-Projekt den Umsatz bis 2028 auf über eine Milliarde Dollar vervierfacht. Der Gewinn je Aktie soll in diesem Jahr auf 1,44 Dollar steigen — ein Sechsfaches des aktuell prognostizierten Niveaus. Bis 2029 könnte der Umsatz laut Schätzungen auf 1,1 Milliarden Dollar klettern, was einer jährlichen Wachstumsrate von 51 Prozent entspräche.
Einen ersten Vorgeschmack auf das Potenzial lieferte bereits das vierte Quartal 2025: Die NdPr-Oxidproduktion erreichte mit 2.599 Tonnen einen Rekordwert — ein Plus von 101 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die neuen Schwer-Seltene-Erden-Anlagen in Mountain Pass sollen noch in diesem Sommer in Betrieb gehen. Mit dem nun finanzierten und verorteten 10X-Campus rückt die Produktionsmarke für 2028 von der Planungsebene in die Umsetzungsphase.
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