MP Materials hat eine turbulente Woche hinter sich — und steht gestärkt daraus hervor. Während ein Reuters-Bericht kurzzeitig Zweifel an staatlichen Preisgarantien für Seltene Erden säte, bestätigte das Unternehmen: Sein Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium ist unangetastet.
Preisboden bleibt, Zweifel verfliegen
Im Januar 2026 sorgte ein Medienbericht für Unruhe. Reuters schrieb, Washington ziehe sich von breiten Preisgarantien für Mineralien zurück. Für MP Materials ändert das nichts. Das Unternehmen hält eine gesonderte Vereinbarung mit dem Pentagon — inklusive eines Preisbodens von 110 Dollar je Kilogramm für NdPr-Oxid. Fällt der Marktpreis darunter, gleicht die Regierung die Differenz aus.
MP Materials stellte klar: „Jede Andeutung, die US-Regierung habe ihre Verpflichtungen gegenüber MP Materials zurückgezogen, ist schlicht falsch.“ Das Pentagon ist zudem größter Aktionär und Hauptkunde des Unternehmens — eine Konstellation, die es so noch nicht gab. J.P. Morgan begleitete das Arrangement als alleiniger Finanzberater und arrangierte eine Milliarden-Finanzierung.
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Ein Risiko bleibt: Der Kongress prüft die Vereinbarung. Der Streitkräfteausschuss des Senats hat Interesse an Kontrolle und Autorisierung signalisiert.
Apple, Texas und die Magnet-Offensive
Auf der kommerziellen Seite hat Apple einen Vierjahresvertrag über 500 Millionen Dollar unterzeichnet. Der Konzern sichert sich damit Seltene-Erden-Magnete aus US-Produktion — hergestellt aus 100 Prozent recycelten Materialien. Apple zahlt 200 Millionen Dollar im Voraus. Die Lieferungen sollen 2027 aus dem Texas-Werk anlaufen und schließlich Hunderte Millionen Apple-Geräte versorgen.
MP Materials baut parallel seine Produktionskapazitäten aus. Die NdPr-Oxid-Produktion stieg zuletzt um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Preise erreichten den höchsten Stand seit Juli 2022.
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Was die Quartalszahlen zeigen müssen
Die Aktie schloss die Woche bei 59,52 Dollar — ein Wochenplus von 9,3 Prozent und ein Jahresplus von knapp 18 Prozent. Vom Oktoberhoch 2025 ist sie noch rund 40 Prozent entfernt.
Morgan Stanley senkte das Kursziel im April auf 62 Dollar, behält aber die Einstufung „Overweight“. DA Davidson bleibt bei „Buy“ mit einem Ziel von 82 Dollar. Der Konsens der Wall Street impliziert rund 36 Prozent Aufwärtspotenzial.
Am 7. Mai legt MP Materials seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Es wird der erste echte Test sein, ob die Transformation — vom Konzentratlieferanten zum integrierten US-Magnethersteller — sich auch in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung niederschlägt. Im Vorquartal übertraf das Unternehmen den Gewinn je Aktie deutlich, verfehlte aber die Umsatzerwartungen erheblich. Genau das gilt es diesmal zu korrigieren.
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