Mutares kauft sich gleich zwei Traditionsunternehmen auf einmal. Die Beteiligungsgesellschaft übernimmt TREPEL und MAFI – zwei Spezialisten für Bodenabfertigungsgeräte und Terminalzugmaschinen. Das Ziel: das Portfolio schärfen und den Umsatz im Segment „Infrastructure & Special Industries“ um rund 150 Millionen Euro jährlich verstärken.

TREPEL ist global unterwegs mit Cargo-Hochladern und Flugzeugschleppern. MAFI hingegen konzentriert sich auf Schwerlast-Zugmaschinen für Häfen und Logistikzentren. Zusammen sind die beiden in über 115 Ländern aktiv, mit mehr als 50 Servicepartnern. Mutares setzt damit auf bewährte Manier: mittelständische Unternehmen mit Verbesserungspotenzial kaufen, sanieren, später mit Gewinn verkaufen.

Disziplin trotz Kursdelle

Parallel dazu hat Mutares weitere strategische Schritte gemeldet – darunter ein unwiderrufliches Angebot für den Verkauf von Walor Precision Turning und die Ergebnisse des öffentlichen Erwerbsangebots für den ausstehenden Nordic Bond 2023/2027. Der Konzern bleibt also in Bewegung.

Die Aktie selbst gibt am Freitag leicht nach – minus 2,08 Prozent auf 28,25 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 36,75 Euro beträgt rund 23 Prozent. Seit Jahresbeginn notiert das Papier 5,52 Prozent im Minus. Die vergangenen 30 Tage zeigen mit plus 8,24 Prozent jedoch eine Richtungsänderung nach oben. Der RSI von 60,3 deutet auf eine neutrale Verfassung hin – weder überkauft noch überverkauft.

Der Abschluss der Übernahme wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Bis dahin dürfte die Beteiligungsgesellschaft weiter am Portfolio feilen – diszipliniert, wie man es von Mutares kennt.