Die Beteiligungsgesellschaft Mutares drückt beim Konzernumbau aufs Tempo. Erst im Oktober 2023 kaufte das Management den Autozulieferer Walor. Knapp drei Jahre später trennen sich die Münchner bereits wieder von der Sparte für Präzisionsteile.

Käufer ist der Investor Reed Capital. Die Transaktion umfasst die gesamte Division Walor Precision Turning. Die Parteien wollen den Deal noch in diesem Sommer abschließen. Über den Kaufpreis schweigen die Unternehmen.

Die verkaufte Sparte steht im laufenden Jahr für einen Umsatz von rund 55 Millionen Euro. Insgesamt beschäftigt der Bereich etwa 420 Mitarbeiter. Das Herzstück bildet dabei ein Werk im rumänischen Sfântu Gheorghe. Allein dieser Standort erwirtschaftete zuletzt einen Jahresüberschuss von knapp 1,6 Millionen Euro.

Hohe Taktfrequenz beim Umbau

Der schnelle Verkauf passt zur Strategie der Münchener. Mutares kauft Sanierungsfälle, strukturiert sie um und reicht sie gewinnbringend weiter. Der Walor-Exit reiht sich nahtlos in eine Serie von Verkäufen ein.

Zuvor gab das Management bereits die NEM Energy Group an Hyundai ab. Auch das Benelux-Geschäft der F.lli Ferrari Holding wechselte den Besitzer. Das Ziel: Kapital für neue Übernahmen und Ausschüttungen freimachen.

Solide Rendite für Anleger

Am Markt sorgt die Nachricht für wenig Aufregung. Die Aktie pendelt aktuell um die Marke von 28,40 Euro. Einer Marktkapitalisierung von gut 736 Millionen Euro steht eine üppige Dividendenrendite von 6,80 Prozent gegenüber.

Mit dem jüngsten Verkauf untermauert das Management seine Jahresziele. Die kommenden Halbjahreszahlen müssen nun zeigen, wie stark die jüngsten Exits das operative Konzernergebnis stützen.