Mutares: Börsengang oder Verkauf von Magirus

Mutares erwägt bereits Börsengang oder Verkauf von Magirus. Rekordaufträge und Defense-Geschäft treiben die Bewertung des Portfoliounternehmens.

Mutares Aktie
Kurz & knapp:
  • Magirus mit Rekordauftragslage von 800 Millionen Euro
  • Defense-Geschäft als Margentreiber identifiziert
  • Steyr Motors dient als erfolgreiche Exit-Blaupause
  • Mutares-Aktie trotz Umsatzsprung unter Druck

Weniger als eineinhalb Jahre nach der Übernahme erwägt Mutares bereits den Exit beim Feuerwehrspezialisten Magirus — ein ungewöhnlich schneller Schritt, der zeigt, wie weit die Münchener den einstigen Problemfall schon gedreht haben.

Magirus: Rekordauftragslage als Exit-Treiber

Der Auftragsbestand bei Magirus liegt deutlich über 800 Millionen Euro und sichert die Auslastung für 2026 vollständig sowie weite Teile von 2027. Der Auftragseingang im ersten Quartal erreichte ein Rekordniveau. Hinzu kommt ein wachsendes Defense-Geschäft, das laut Mutares attraktive Margenpotenziale bietet.

Dass Mutares so früh über einen Börsengang oder Verkauf nachdenkt, liegt vermutlich nicht nur an der operativen Stärke. Für Unternehmen mit Rüstungsexposure werden derzeit Höchstpreise gezahlt — ein Zeitfenster, das erfahrene Finanzinvestoren selten ungenutzt lassen.

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Als Blaupause dient der Exit bei Steyr Motors: Den österreichischen Hersteller von Hochleistungsantrieben für Defense-Fahrzeuge hatte Mutares Ende 2022 aus der Krise übernommen, saniert und gewinnbringend verkauft. Bruttoerlöse von über 170 Millionen Euro über die gesamte Haltedauer und eine Rendite deutlich über der eigenen Zielspanne sprechen für sich. Mutares-CIO zufolge ist Magirus größer — und aktuell eine der vielversprechendsten Beteiligungen im Portfolio.

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Der am 28. April veröffentlichte Geschäftsbericht 2025 zeigt ein deutlich gewachsenes Unternehmen. Die Konzernumsätze stiegen auf 6,5 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss der Holding kletterte auf 130,4 Millionen Euro. Das EBITDA verbesserte sich auf 675,3 Millionen Euro — nach 117,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie vor, die als Mindestdividende verstanden wird. Bei erfolgreichen Exits soll zusätzlich eine Performance-Dividende ausgeschüttet werden.

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An der Börse spiegelt sich der operative Schwung bislang kaum wider. Die Aktie notiert bei rund 25 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 16 Prozent verloren — deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 36,75 Euro aus dem vergangenen Sommer.

Schuldenabbau und US-Expansion

Parallel läuft der Abbau der Anleihe 2023/2027: Ab dem zweiten Quartal 2026 kauft Mutares mindestens 25 Millionen Euro pro Quartal zurück, mit dem Ziel, den Gesamtbestand bis Ende 2026 auf 250 bis 300 Millionen Euro zu reduzieren.

Für den US-Markt hat Mutares rund 15 Akquisitionskandidaten mit einem kumulierten Umsatzvolumen von 4,8 Milliarden Euro identifiziert. Die Jahresprognose bleibt unverändert: Konzernumsatz zwischen 7,9 und 9,1 Milliarden Euro, Holding-Jahresüberschuss zwischen 165 und 200 Millionen Euro. Den nächsten Datenpunkt liefert der Q1-Bericht im Mai, die Hauptversammlung folgt am 3. Juli — dort dürfte auch die Magirus-Strategie ein Thema werden.

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