Die Mynaric AG hat ihre Finanzrestrukturierung nach dem StaRUG erfolgreich abgeschlossen – doch für bestehende Aktionäre bedeutet dies das komplette Aus. Die Kapitalherabsetzung auf null Euro löscht alle Aktien aus, ohne Entschädigung für die Anleger.
Kapitalschnitt: Nichts bleibt übrig
Mit der Eintragung der Kapitalmaßnahmen ins Handelsregister erlöschen die bestehenden Aktien. Der Handel im Freiverkehr der Frankfurter Börse wird umgehend beendet. Aktionäre verlassen das Unternehmen ohne jede Gegenleistung – ein seltener, radikaler Schnitt, der die Schwere der Finanzkrise des Unternehmens unterstreicht.
- Kapitalherabsetzung auf null Euro
- Keine Entschädigung für Alt-Aktionäre
- Handel der Aktien wird eingestellt
Finanzielle Rettung durch radikalen Schuldenschnitt
Der gerichtlich bestätigte Plan bringt die dringend benötigte Atempause. Der betroffene Finanzgläubiger verzichtet auf Forderungen in Höhe von 105,5 Millionen US-Dollar inklusive Zinsen. Diese enorme Entlastung ist jedoch an Bedingungen geknüpft: Die JVF-Holding GmbH muss die neuen Aktien zeichnen und die Bareinlage leisten, um als neuer Hauptaktionär einzusteigen.
Bereits in den Monaten zuvor hatte sich das Unternehmen mit Überbrückungskrediten über 49,5 Millionen US-Dollar und einem weiteren Restrukturierungskredit über 25 Millionen US-Dollar über Wasser gehalten.
Übernahme durch Rocket Lab: Der nächste Schritt?
Parallel zur Restrukturierung läuft die geplante Übernahme durch das US-Raumfahrtunternehmen Rocket Lab weiter. Die im März unterzeichnete Absichtserklärung sieht den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung vor. Dieser Deal hängt jedoch vom erfolgreichen Abschluss des StaRUG-Verfahrens und behördlichen Genehmigungen ab.
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Für Rocket Lab wäre die Akquisition ein strategischer Coup: Sie stärkt die Position als Komplettanbieter, bringt optische Terminals ins Portfolio und eröffnet den Zugang zum europäischen Markt.
Betrieb läuft weiter – Lieferungen an Kunden
Trotz der finanziellen Zerreißprobe konnte Mynaric den operativen Betrieb aufrechterhalten. Das Unternehmen meldete im Juni einen wichtigen Meilenstein: die Auslieferung der mehr als 100. CONDOR Mk3-Terminals an Kunden. Diese Kontinuität im Geschäft war essentiell, um die Restrukturierung überhaupt erfolgreich zu gestalten.
Mit der nun gesicherten Finanzierung durch die JVF-Holding kann sich Mynaric endlich auf die Skalierung der Produktion konzentrieren, um die steigende Nachfrage nach laserbasierten Kommunikationslösungen, insbesondere im Verteidigungssektor, zu bedienen.
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