Der DAX startet erneut volatil in die neue Woche, während der Nasdaq sein Rekordhoch verdaut. Auslöser war der Arbeitsmarktbericht, denn er kann die Zinsen ändern. Aktienanalyse Cisco, Nvidia, Nike, Western Digital und Seagate sind hier im Video verankert.

DAX hält Aufwärtstrend aber Nasdaq deutlich stärker

Zum Start in die neue Handelswoche blicken wir rund eine Stunde nach der Dax-Eröffnung gemeinsam auf die wichtigsten Märkte und ordnen die Bewegungen der Vorwoche ein. Dabei standen neben den Aktienindizes vor allem die hohen Anleiherenditen, die Entwicklung am Ölmarkt und die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten im Fokus.

Der Dax verlor auf Wochensicht rund 0,7 Prozent und beendete den Freitag bei 25.231 Punkten. Zwischenzeitlich rutschte der Index am Donnerstag bis auf 24.832 Punkte ab, konnte sich zum Wochenausklang jedoch deutlich erholen. An der Wall Street zeigte sich erneut ein unterschiedliches Bild. Während der Dow Jones auf Wochensicht rund 1,3 Prozent verlor, hielten sich die Technologiewerte deutlich besser. Der Nasdaq profitierte insbesondere am Freitag von der nachlassenden Sorge vor einer weiteren zeitnahen Zinserhöhung der Fed und beendete die Woche leicht im Plus.

Die Minuszeichen der Vorwoche siehst Du hier noch einmal im Ranking:

Auch bei den weiteren Basiswerten gab es deutliche Bewegungen. Gold geriet angesichts des starken US-Dollars und zeitweise deutlich gestiegener US-Anleiherenditen unter Druck und verlor auf Wochensicht rund 2,8 Prozent. Der Ölpreis zeigte sich ebenfalls schwächer. WTI gab über die Woche rund 3 Prozent nach. Gleichzeitig wertete der US-Dollar auf: Der Euro fiel von Kursen um 1,139 US-Dollar zu Wochenbeginn bis auf etwa 1,125 US-Dollar zum Freitagsschluss. Dieses Niveau hatten wir zuletzt im Juni 2025 und spiegelt die schwache Wirtschaft der Eurozone im Vergleich zu den US-Daten wider.

Kernthema US-Arbeitsmarkt und Zinsen

Besondere Aufmerksamkeit galt jedoch dem US-Arbeitsmarkt. Bereits die JOLTS-Daten zeigten mit 7,079 Millionen offenen Stellen eine nachlassende Nachfrage nach Arbeitskräften und lagen unter der Erwartung von rund 7,225 Millionen. Der ADP-Bericht zeichnete zunächst ein anderes Bild. Im September entstanden im Privatsektor 90.000 neue Stellen und damit mehr als die erwarteten 70.000. Am Freitag folgte mit den offiziellen Arbeitsmarktdaten jedoch eine deutliche Überraschung. Außerhalb der Landwirtschaft entstanden im September lediglich 29.000 neue Stellen, während rund 90.000 erwartet worden waren. Gleichzeitig wurde der August von 162.000 auf 133.000 Stellen nach unten revidiert und auch der Juli nochmals reduziert. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 Prozent und die durchschnittlichen Stundenlöhne legten gegenüber dem Vormonat lediglich um 0,1 Prozent zu.

Damit hat sich das Bild am US-Arbeitsmarkt spürbar abgekühlt. Von einem Einbruch kann angesichts weiterhin niedriger Entlassungszahlen noch keine Rede sein, doch der Druck auf die Fed, die Zinsen bereits im Oktober erneut anzuheben, hat deutlich nachgelassen. Genau dies sorgte am Freitag zunächst für fallende Renditen und steigende Aktienkurse. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im Oktober sank am Terminmarkt innerhalb einer Woche von rund 64 auf nur noch 23 Prozent. Dies schauten wir uns mit dem Fed Watch Tool direkt an.

Zum Wochenstart schauen wir zudem auf die ersten Reaktionen im Dax und analysieren, welche Marken nach der ersten Handelsstunde relevant sind. Es gab bereits rund 150 Punkte Schwankung, jedoch keinen klaren Trend. Danach wechseln wir auf Gold, Öl, Euro-Dollar sowie die US-Indizes und leiten daraus die wichtigsten Szenarien für die neue Handelswoche ab. Gerade im Nasdaq sahen wir erst am Freitag ein neues Rekordhoch, während S&P500 und Dow Jones sich davon noch etwas entfernt halten.

Wir blicken im ersten Teil direkt auf die Charts der genannten Underlyings mit dem Nanotrader, bevor wir uns wieder ausgesuchten Einzelaktien zuwenden.

Im zweiten Teil des Videos standen erneut die Tops und Flops der Vorwoche an der Wall Street auf der Agenda. Was ist hier anzumerken?

Speicherfirmen unter Druck, Nvidia am Allzeithoch

Bei den Tops und Flops an der Wall Street starteten wir dem Marktführer für Sportschuhe, der Nike Aktie. Erneut geriet der Wert unter Druck und notierte nun auf einem weiteren Mehrjahrestief. Gibt die Tageserholung vom Freitag jedoch Hoffnung, oder ist der Abwärtstrend dennoch zu dominant? Darauf gehen wir zunächst ein und skizzieren dann die starke Erholung von Cisco Systems, die auch erst jüngst wieder ihre Hochs aus dem Jahr 2000 übertreffen konnten. Seitdem ist die Aufwärtsbewegung aber intakt, denn Infrastruktur für IT-Anlagen, Netzwerke und insbesondere der Data Center ist weiterhin gefragt.

Davon profitiert am Ende auch Nvidia. Die Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms und weiterhin starke Auftragseingänge ließen die Aktie erst in der Vorwoche wieder zum Niveau des Allzeithochs steigen. Ist hier noch weiteres Potenzial vorhanden?

Die Tops und Flops aus dem Dow Jones sind hier aufgelistet:

Im Bereich der Speicherhersteller wurde es in der Vorwoche volatil, nachdem Toshiba eine massive Produktionsausweitung ankündigte. Ein Marktanteil von bis zu 30 Prozent wird angepeilt, was die etablierten US-Unternehmen Western Digital und Seagate unter Druck brachte. Wie steht es um die technische Verfassung der beiden Aktien aus? Zudem blicken wir auf Teradyne, die sich ebenfalls in diesem Segment mit starken News und dem Einsatz von Robotik positioniert haben.

Sehr erfolgreich lief nun wieder SpaceX an der Börse, nachdem es wenige Wochen nach dem IPO erst einmal starke Abverkäufe gegeben hatte. In der Vorwoche verzeichnete das Unternehmen von Elon Musk einen historischen Meilenstein. Das Raketensystem Starship konnte erstmals erfolgreich in die Erdumlaufbahn gelangen, dort 26 Starlink-Satelliten der neuen Generation im All aussetzen und zur Erde zurückkehren. Dies wurde an der Börse mit weiterem Potenzial für die ganze Branche honoriert.

Hier siehst Du die Tops und Flops aus dem Nasdaq:

Nach einem Blick auf die letzten Quartalszahlen des aktuellen Quartals, startet am Freitag die neue Quartalssaison. Delta Airlinies ist hierbei ein Kandidat, der immer zum Start in diese Berichterstattungs-Zeit neben den Banken den Auftakt gibt und heute von uns im Chartbild gewürdigt wird.

Nach dem offiziellen Teil kommen die Wünsche der Community an die Reihe. Komm gern in der nächsten Woche LIVE hinzu und bring uns Deine Favoriten an Aktien mit! Anbei der Anmeldelink: https://www.fit4finanzen/wochenstart

Wir hoffen, beim bunten Mix an Aktien war auch Dein Favorit dabei.

Weitere Quartalszahlen an der Wall Street

In dieser Woche stehen nur noch wenige Unternehmen mit Quartalszahlen aus dem zweiten Quartal von der Wall Street auf der Agenda. Hervorzuheben sind Levi Strauss und PepsiCo. Die genauen Termine kannst Du hier an folgender Aufstellung optisch sehen:

20261003 Earnings Aktien Wall Street

Weitere Werte sind im Video ersichtlich und können sich auch von Dir gewünscht werden.

Das Video zur Aktienmarkt-Aktienanalyse

Jeden Montag widmen sich Roland Jegen und Andreas Bernstein dem Aktienmarkt und spannenden US-Aktien näher zu. Diesmal arrangierte ich das folgende Video allein:

Die Analysen konzentrieren sich dabei sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf die Charttechnik.

Was lässt sich im weiteren Verlauf erwarten? Alle Insights erhalten Sie in unserem Video!

Weitere Inspirationen bekommst Du kostenfrei aus der Aktien-Research-Liste nach kurzer Anmeldung per Mail zugesendet:

Aktien Research Andreas Bernstein

Risikohinweis für Trader

Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.