Pünktlich zum heutigen Aufstieg in den Nasdaq-100 drückt Nebius aufs Tempo. Der Konzern pumpt umgerechnet rund 2,3 Milliarden US-Dollar in den britischen Markt. Das Ziel: eine massive Ausweitung der lokalen KI-Infrastruktur. Die Börse feiert diesen Schritt mit neuen Kursgewinnen.

Neue Rechenzentren für Großbritannien

Konkret plant das Unternehmen drei neue Rechenzentren auf der Insel. Diese Anlagen erhalten die neueste Hardware-Generation von NVIDIA. Nach der Fertigstellung sollen sie eine Gesamtkapazität von 65 Megawatt erreichen.

Parallel dazu sicherte sich Nebius einen langfristigen Vertrag. Für zehn Jahre mietet der Konzern Kapazitäten beim Anbieter Kao Data. Dieser Standort liefert allein 22 Megawatt für Forschung und Unternehmen.

Fokus auf physische Künstliche Intelligenz

Neben reiner Rechenleistung treibt das Management ein weiteres Projekt voran. Gemeinsam mit NVIDIA eröffnet Nebius ein spezielles Labor für physische Künstliche Intelligenz. Hier erhalten europäische Robotik-Startups Zugang zu Hochleistungs-Cloud-Diensten.

Sie benötigen diese Werkzeuge zwingend. Nur so lassen sich autonome Systeme und Roboter realitätsnah trainieren. Der Konzern positioniert sich damit als Komplettanbieter für die Verknüpfung von Sprachmodellen und realen Sensordaten.

Weltweiter Ausbau

Die britische Offensive ist nur ein Teil der globalen Strategie. In Finnland entsteht aktuell eine Anlage mit 310 Megawatt Leistung. In den USA baut Nebius sogar einen Campus im Gigawatt-Maßstab.

Bis Ende 2026 will das Unternehmen seine weltweite Kapazität massiv steigern. Das Ziel liegt zwischen 800 Megawatt und einem Gigawatt.

Das nötige Kleingeld ist vorhanden. Die Kasse ist mit rund 9,3 Milliarden US-Dollar prall gefüllt.

An der Börse kommt das rasante Wachstum hervorragend an. Die Aktie kletterte am Montag um 2,75 Prozent auf 251,95 Euro. Damit rückt das bisherige Rekordhoch von knapp 261 Euro wieder in greifbare Nähe.

Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus auf rund 229 Prozent. Der heutige Aufstieg in den Nasdaq-100 liefert nun zusätzlichen Rückenwind. Dieser Meilenstein bringt dem Papier deutlich mehr Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren. Passive Indexfonds müssen die Aktie ab sofort in ihre Portfolios aufnehmen.