Nebius Aktie: 32 Prozent in fünf Tagen

Nebius-Aktie steigt um 32 Prozent dank Rekordzahlen und milliardenschwerer Investitionen in US-Rechenzentren.

Nebius Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie legt 32 Prozent in fünf Tagen zu
  • Erster Gigawatt-Campus in Missouri gestartet
  • Investitionsplan auf 25 Milliarden Dollar erhöht
  • Analysten sehen Kurspotenzial bei 291 Dollar

Binnen fünf Handelstagen legte die Nebius-Aktie rund 32 Prozent zu. Auslöser war ein starkes Quartalsergebnis — kombiniert mit einer Expansion, die den Konzern in eine andere Gewichtsklasse katapultiert. Zum Wochenschluss am 22. Mai 2026 notierte das Papier bei 214,77 Dollar.

Zahlen und Beton

Das erste Quartal 2026 übertraf die Erwartungen deutlich. Der Kurs schoss aus einem Bereich um 135 bis 145 Dollar auf über 200 Dollar, mit einem Intraday-Hoch von 226,81 Dollar. Das Allzeithoch markierte Nebius am 14. Mai bei 233,73 Dollar. Auf Sicht von 90 Tagen hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Parallel zur Zahlenpräsentation gab das Unternehmen den Spatenstich für seinen ersten Gigawatt-Campus in Independence, Missouri bekannt. Das 400 Hektar große Gelände soll rund 1.200 Baustellen- und 130 Dauerstellen schaffen. Zeitgleich kündigte Nebius einen zweiten US-Standort in Pennsylvania an — mit einer Kapazität von bis zu 1,2 Gigawatt und geplantem Betriebsstart Ende 2027.

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Kapazität wächst schneller als das Ziel

Die vertraglich gesicherte Kapazität übersteigt bereits 3,5 Gigawatt. Das ursprüngliche Jahresziel von 3 Gigawatt ist damit schon überholt. Das Management hob die Guidance auf mehr als 4 Gigawatt bis Jahresende an.

Das kostet. Die Investitionsplanung für 2026 stieg auf 20 bis 25 Milliarden Dollar — nach zuvor 16 bis 20 Milliarden und nur 5 Milliarden im Gesamtjahr 2025. Zum Vergleich: Der annualisierte Umsatz lag im ersten Quartal bei 1,9 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 peilt Nebius 7 bis 9 Milliarden Dollar an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll dann bei 40 Prozent liegen.

Analysten: Optimismus mit Vorbehalt

Morgan Stanley hob das Kursziel von 126 auf 144 Dollar an — und blieb damit weit unter dem damaligen Kurs von rund 207 Dollar. Die Bank beließ das Rating auf „Equal-weight“, lobte aber bessere Preisdurchsetzung, schnelleren Kapazitätsaufbau und eine Nachfrage, die das Angebot übersteigt. Im Bullen-Szenario sieht Morgan Stanley sogar 400 Dollar, falls Nebius bis 2030 mehr als 5 Gigawatt ans Netz bringt.

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Der Konsens aus 15 Analysten liegt bei einem Kursziel von 230,77 Dollar mit einer Kaufempfehlung. Das niedrigste Ziel beträgt 120 Dollar, das höchste 291 Dollar.

Execution ist das eigentliche Risiko

Nebius will bis Ende 2030 rund 5 Gigawatt aktive Rechenzentrums-Kapazität betreiben — etwa das Fünffache des für dieses Jahr erwarteten Wertes. Das ist ein ambitionierter Plan. Und ein fehleranfälliger.

Allein in diesem Jahr soll die angebundene Leistung von 170 Megawatt auf 800 Megawatt bis 1 Gigawatt steigen. Das erfordert tausende GPUs, hunderte Ingenieure und reibungslose Baugenehmigungen in vier Ländern. Verzögerungen bei GPU-Lieferungen oder Baugenehmigungen würden Umsatz von 2026 in das Jahr 2027 verschieben. Mit einem Kurs nur rund 7 Prozent unterhalb des durchschnittlichen Analystenziels ist wenig Spielraum für Enttäuschungen eingepreist.

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