Nebius Aktie: Insider kassieren 122 Millionen ab

Trotz Insiderverkäufen von über 122 Mio. Dollar hält sich die Nebius-Aktie. Analysten zeigen sich uneins über die weitere Entwicklung.

Nebius Aktie
Kurz & knapp:
  • Führungskräfte verkaufen Aktien im Wert von 122 Mio. Dollar
  • Kurs trotz Verkaufswelle stabil bei rund 222 Dollar
  • DA Davidson stuft Aktie von Kaufen auf Neutral zurück
  • Quartalsumsatz steigt um 684 Prozent auf 399 Mio. Dollar

Massive Insiderverkäufe, aber der Kurs hält sich. Bei Nebius Group zeigt sich ein seltenes Phänomen: Während Führungskräfte Aktien im Wert von über 122 Millionen Dollar verkaufen, bleibt die Aktie stabil bei rund 222 Dollar.

Am Freitag bewegte sich der Kurs zwischen 204 und 226 Dollar. Kein Einbruch, trotz der Verkaufswelle.

Insider reduzieren Positionen drastisch

Chief Product Officer Andrey Korolenko verkaufte am 13. Mai 500.000 Aktien zu durchschnittlich 203,24 Dollar – ein Erlös von rund 101,6 Millionen Dollar. Sein Anteil schrumpfte um 46 Prozent. Direktorin Elena Bunina trennte sich am selben Tag von 10.894 Aktien. Der Erlös: 2,25 Millionen Dollar. Ihr Bestand sank um mehr als die Hälfte.

CRO Marc Boroditsky verkaufte zwei Tage später 4.500 Aktien für rund 979.000 Dollar. Sein Abschlag: 11 Prozent.

Buninas Verkauf erfolgte über einen vorab eingerichteten 10b5-1-Plan. Solche Pläne gelten als üblich und nicht als Indikator für Misstrauen. Die Summe der Verkäufe über drei Monate ist dennoch auffällig.

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Analysten uneins – Downgrade trotz Rekordzahlen

DA Davidson stufte die Aktie von Kaufen auf Neutral zurück. Das Kursziel bleibt bei 250 Dollar. Begründung: Die jüngste Rallye habe das kurzfristige Potenzial bereits eingepreist.

Die Folge: Ein Kursrutsch von fast 9 Prozent an einem Tag. Dabei hatte Nebius ein Umsatzwachstum von 684 Prozent gemeldet.

Citigroup sieht das anders. Die Bank bleibt bei Kaufen und hob das Kursziel auf 287 Dollar an. Morgan Stanley ist vorsichtiger: Gleichgewichten mit einem Ziel von 144 Dollar.

Fundamentaldaten rechtfertigen die Prämie

Die Aktie hält sich, weil die Geschäftszahlen außergewöhnlich sind. Der Quartalsumsatz erreichte 399 Millionen Dollar – 684 Prozent mehr als vor einem Jahr und 75 Prozent mehr als im Vorquartal.

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Die annualisierte Umsatzrate (ARR) stieg auf 1,92 Milliarden Dollar. Das sind 670 Millionen Dollar mehr als im Dezember 2025. Die Marge im KI-Cloud-Geschäft lag bei 45 Prozent. Der bereinigte Verlust je Aktie von 0,23 Dollar übertraf die Erwartungen um 0,54 Dollar.

Die Kasse ist prall gefüllt: über 9 Milliarden Dollar. Darunter 2 Milliarden Dollar von Nvidia und 4,3 Milliarden aus Wandelanleihen.

Margendruck und Milliarden-Investitionen

Es gibt auch Schattenseiten. Analysten erwarten den operativen Break-even erst im ersten Quartal 2027 – später als zuletzt prognostiziert. Im laufenden Quartal droht ein temporärer Margendruck. Grund: höhere Investitionen in Rechenzentren.

Das Management erhöhte die Capex-Prognose für 2026 auf 20 bis 25 Milliarden Dollar. Die Ziele für das Jahr bleiben: 3,0 bis 3,4 Milliarden Dollar Umsatz, eine ARR von 7 bis 9 Milliarden Dollar und eine EBITDA-Marge von rund 40 Prozent.

Die Aktie steht zwischen Insider-Verkäufen und institutionellen Käufen. Der nächste Test folgt Ende Juli mit den Q2-Zahlen. Dann zeigt sich, ob das Wachstum die Bewertung trägt.

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Über Dieter Jaworski 4274 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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