Die Aktie von Nebius hat sich in den vergangenen zwölf Monaten verfünffacht. Nach einem fulminanten Quartalsbericht notieren die Papiere nahe ihrem Allzeithoch. An der Wall Street wächst derweil die Skepsis. Analysten streiten darüber, ob die hohe Bewertung des KI-Cloud-Anbieters noch gerechtfertigt ist.
Starkes Wachstum im Kerngeschäft
Der jüngste Kursschub basiert auf unerwartet starken Zahlen. Nebius steigerte den Umsatz im ersten Quartal auf 399 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr standen hier noch knapp 51 Millionen in den Büchern. Das bereinigte operative Ergebnis drehte von einem Verlust in einen Gewinn von 129,5 Millionen Dollar.
Treiber dieser Entwicklung ist das KI-Cloud-Geschäft. Diese Sparte wuchs um 841 Prozent und liefert fast den gesamten Konzernumsatz. Die annualisierte Umsatzrate erreichte Ende März 1,92 Milliarden Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.
Wall Street uneins über Kursziele
Die starken Zahlen lösten eine Welle von Kurszielanhebungen aus. Die Spanne der Prognosen geht mittlerweile weit auseinander. Tyler Radke von der Citigroup hob sein Ziel um 70 Prozent auf 287 Dollar an. Er lobt die starke Nachfrage und höhere Preise für Grafikprozessoren.
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Auch Citizens-Analyst Greg P. Miller bleibt optimistisch. Er sieht weiterhin extremes Wachstum und schraubte sein Ziel auf 270 Dollar hoch. Miller verweist auf die strikte Kontrolle über Rechenzentren und die eigene Stromversorgung.
Morgan Stanley bremst die Euphorie. Die Bank hob ihr Ziel zwar auf 144 Dollar an. Dieser Wert liegt aber weit unter dem aktuellen Kursniveau von rund 190 Dollar. Die Experten anerkennen die schnellere Kapazitätserweiterung, stufen die Aktie jedoch nur mit „Equal-weight“ ein.
Massive Investitionen bergen Risiken
Nebius baut seine Infrastruktur aggressiv aus. Die vertraglich gesicherte Stromkapazität übersteigt bereits 3,5 Gigawatt. Bis Jahresende will das Management die Marke von vier Gigawatt knacken. In Pennsylvania entsteht ab 2027 eine neue KI-Fabrik.
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Dieses Tempo hat seinen Preis. Das Management erhöhte das Investitionsbudget für 2026 auf bis zu 25 Milliarden Dollar. Das ist eine enorme Summe für ein Unternehmen, das unter dem Strich noch Verluste schreibt. Der bereinigte Nettoverlust weitete sich im ersten Quartal auf 100 Millionen Dollar aus.
Die Bilanz bietet vorerst ein solides Polster. Nebius beendete das Quartal mit mehr als neun Milliarden Dollar an Barmitteln. Im ersten Jahresviertel sammelte der Konzern frisches Kapital ein. Darunter befindet sich eine Aktieninvestition von Nvidia in Milliardenhöhe.
Trotz der vollen Kassen bleibt die Bewertung ambitioniert. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 55 Milliarden Dollar wird die Aktie mit dem 17-Fachen des erwarteten Jahresumsatzes gehandelt. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass die massiven Vorabinvestitionen in neue Rechenzentren die ehrgeizigen Umsatzziele für 2026 tatsächlich absichern.
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