Nebius gerät heute im Sog belasteter KI- und Rechenzentrumsaktien unter Druck. Medienberichten zufolge verschärft Microsoft die Aufsicht über einige Rechenzentrumsprojekte unter Beteiligung von Nebius, IREN und Nscale und überprüft weitere Vereinbarungen mit spezialisierten Cloud-Anbietern. Die Nebius-Aktie fällt heute um 14%.

Projektkontrollen und Genehmigungen im Fokus

Reuters berichtet zudem über Sorgen nach den Wahlen, dass Genehmigungen und Bauhürden Rechenzentrumsprojekte erschweren könnten. Zum belastenden Branchenumfeld zählen auch mögliche strengere Prüfungen, Verzögerungen beim Stromnetzanschluss und lokale Baustopps. Diese Sorgen betreffen den Sektor insgesamt.

Daneben steht der bereits berichtete mögliche Zeitverzug bei einem mit Nebius verbundenen Projekt in New Jersey. Dabei handelt es sich um eine mögliche Verschiebung, nicht um einen bestätigten neuen Fertigstellungstermin.

Kreditlinie und Quartalszahlen als Kontext

Vor rund zwei Wochen kündigte Nebius eine vorrangig besicherte Kreditfazilität von Citi über 3,5 Milliarden $ an. Die Laufzeit beträgt 364 Tage. Nach Unternehmensangaben soll die Finanzierung die Entwicklung von Rechenzentren, die Beschaffung von Grafikprozessoren und allgemeine Unternehmenszwecke unterstützen.

Citigroup-Analyst Tyler Radke senkte gestern sein Kursziel von 324 $ auf 265 $ und behielt die Kaufempfehlung bei. Die niedrigere Zielmarke ging damit nicht mit einer Herabstufung der Aktie einher.

Nebius hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 12. November vor Börsenöffnung angekündigt. Anschließend ist eine Telefonkonferenz um 8:00 Uhr Eastern Time vorgesehen.