Der exklusive Club der wichtigsten Tech-Werte bekommt Zuwachs. Die Technologiebörse Nasdaq nimmt den KI-Infrastrukturanbieter Nebius in ihren Leitindex auf. Für das Unternehmen markiert dieser Schritt einen Meilenstein. Die Börse reagiert prompt mit massiven Käufen.
Ende Juni rückt Nebius offiziell in den Nasdaq-100 auf. Parallel dazu schafft auch der Konkurrent CoreWeave den Sprung in das Barometer. Weltweit orientieren sich Anlageprodukte mit über 800 Milliarden US-Dollar Volumen an diesem Index. Die Folge: Passive Indexfonds müssen die Papiere nun zwingend kaufen.
Die Nachricht trieb den Kurs bereits im nachbörslichen Handel steil nach oben. Am Freitag setzt sich die Rally fort. Das Papier notiert aktuell bei 203,35 Euro und gewinnt damit gut sechs Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf gewaltige 165 Prozent.
Damit rückt das 52-Wochen-Hoch von knapp 243 Euro wieder in greifbare Nähe. Der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt mit über 90 Prozent extrem hoch aus. Das unterstreicht die enorme Dynamik der vergangenen Monate.
Starkes Wachstum stützt den Kurs
Der Aufstieg in die erste Börsenliga kommt nicht aus dem Nichts. Nebius lieferte zuletzt herausragende operative Zahlen. Im ersten Quartal 2026 explodierte der Umsatz um 684 Prozent auf 399 Millionen US-Dollar. Parallel dazu drehte das bereinigte operative Ergebnis deutlich ins Plus.
Das Management investiert massiv in weiteres Wachstum. Im März sammelte der Konzern über Wandelanleihen frisches Kapital in Milliardenhöhe ein. Die Mittel fließen direkt in neue Rechenzentren und Grafikprozessoren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau der britischen Infrastruktur.
Analysten honorieren diese Entwicklung. Goldman Sachs hob das Kursziel von 234 auf 267 US-Dollar an und rät zum Kauf. Die Citigroup sieht das Potenzial sogar erst bei 287 US-Dollar erschöpft. Die Experten verweisen auf die starke Nachfrage nach KI-Plattformen.
Milliardenwette auf KI-Rechenleistung
Das Geschäft mit KI-Rechenleistung bleibt extrem kapitalintensiv. Nebius konkurriert direkt mit Giganten wie Amazon Web Services und Microsoft Azure. Der Erfolg hängt nun davon ab, wie schnell das Unternehmen seine neuen Kapazitäten mit zahlenden Kunden füllen kann.
Der Index-Aufstieg am 22. Juni wird die Aktionärsstruktur spürbar verändern. Große institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aktuell auf. Hält die operative Dynamik an, dürfte die hohe Volatilität von über 110 Prozent den Kurs weiter antreiben.
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