Ein Milliarden-Deal mit Microsoft, frisches Kapital von Nvidia und ein massiver Ausbau der Rechenzentren. Nebius Group N.V. baut im Eiltempo eine globale KI-Infrastruktur auf. Wenn das Unternehmen am morgigen Mittwoch seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegt, steht vor allem das enorme Wachstumstempo auf dem Prüfstand.
Analysten erwarten einen deutlichen Umsatzsprung. Der Konsens geht von Erlösen in Höhe von rund 317 Millionen US-Dollar aus. Das wäre ein kräftiger Anstieg gegenüber dem Vorquartal, in dem noch knapp 228 Millionen US-Dollar in den Büchern standen. Unter dem Strich rechnen Experten mit einem Verlust von etwa 0,81 Dollar je Aktie.
Diese roten Zahlen sind einkalkuliert. Nebius befindet sich in einem massiven Investitionszyklus für neue Datenzentren und leistungsstarke GPU-Cluster. Das Management hatte bereits signalisiert, dass das operative Ergebnis im gesamten Jahresverlauf negativ bleiben wird. Der Fokus liegt stattdessen auf dem rasanten Ausbau der Kapazitäten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nebius?
Milliardeninvestitionen in neue Rechenzentren
Die operativen Ziele sind ehrgeizig. Bis zum Jahresende will der Konzern eine angeschlossene Kapazität von bis zu einem Gigawatt erreichen. Das langfristige Ziel für vertraglich gesicherte Stromkapazitäten wurde kürzlich auf über drei Gigawatt angehoben. Ein Großteil der künftigen Rechenleistung ist laut Unternehmensangaben bereits im Vorfeld verkauft.
Ein zentraler Baustein dieser Expansion ist eine neue Anlage in Vineland im US-Bundesstaat New Jersey. Dieser Standort mit einer Leistung von 300 Megawatt dient als Knotenpunkt für eine weitreichende Partnerschaft mit Microsoft. Die Vereinbarung mit dem Softwarekonzern hat ein Volumen von bis zu 19,4 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu erweitert Nebius seine bestehenden Standorte in Europa und Israel.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nebius?
Strategische Zukäufe und hohe Ausgaben
Das erste Quartal war von wichtigen strategischen Weichenstellungen geprägt. Im März sicherte sich der Infrastruktur-Anbieter eine Investition von Nvidia über zwei Milliarden US-Dollar. Wenige Wochen später folgte die Ankündigung, das Startup Eigen AI für rund 643 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Damit will der Konzern seine Fähigkeiten im Bereich Managed Inference stärken.
Die Börse blickt nun auf die Umsatzdynamik. Nebius peilt bis Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate (ARR) von bis zu neun Milliarden US-Dollar an. Zum Jahreswechsel lag dieser Wert noch bei 1,25 Milliarden US-Dollar. Die morgigen Quartalszahlen gelten als wichtiger Indikator, ob dieser steile Wachstumspfad intakt bleibt.
Das rasante Tempo birgt allerdings Umsetzungsrisiken. Der Investitionsplan für das laufende Jahr beläuft sich auf bis zu 20 Milliarden US-Dollar. Rund 60 Prozent dieser Summe sollen durch Vorauszahlungen von Kunden finanziert werden. Verzögerungen beim Bau neuer Anlagen oder Schwankungen in der Nachfrage großer Cloud-Anbieter könnten diesen Finanzierungsplan direkt belasten.
Nebius-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nebius-Analyse vom 12. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Nebius-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nebius-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nebius: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


