Rund drei Monate nach dem Jahrestief kämpft Nel ASA sich zurück. Die Aktie des norwegischen Elektrolyseur-Herstellers notiert seit Jahresbeginn rund 50 Prozent im Plus— ein Kursanstieg, der mehr widerspiegelt als bloße Stimmungsschwankungen.
Technische Erholung nach „Sell-the-News“-Reaktion
Am Donnerstag legt die Aktie auf Tradegate rund 2,9 Prozent zu und notiert bei 0,29 Euro. Das Handelsvolumen ist erhöht. Der Kurs liegt damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,20 Euro— ein Signal, das technisch orientierte Anleger registrieren dürften.
Den Ausgangspunkt der jüngsten Bewegung bildete Anfang Mai die offizielle Vorstellung einer neuen druckbeaufschlagten alkalischen Elektrolyseur-Plattform. Nach dem Launch folgte zunächst eine klassische Gewinnmitnahme-Welle. Seither hat sich das Bild gedreht. Analysten von StockInvest.us hoben ihre Einschätzung von „Hold“ auf „Buy candidate“ an— gestützt auf kurzfristige technische Indikatoren und den intakten Aufwärtstrend.
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Das 52-Wochen-Hoch von 0,32 Euro vom 5. Mai liegt noch rund neun Prozent entfernt.
Acht Jahre Entwicklung, ein konkretes Kostenziel
Hinter dem Kursanstieg steckt industrieller Fortschritt. Die neue Plattform entstand nach acht Jahren Entwicklungsarbeit. Das Ziel: Turnkey-Kosten von unter 1.450 US-Dollar pro Kilowatt für 25-Megawatt-Anlagen. Bei größeren Installationen sollen weitere Einsparungen möglich sein.
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Nel baut parallel dazu die Produktionskapazität am norwegischen Standort Herøya aus. Kurzfristig peilt das Unternehmen eine Jahreskapazität von 1 Gigawatt an, langfristig bis zu 4 Gigawatt. Die EU unterstützt den Ausbau mit einem Zuschuss von bis zu 135 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds— das deckt rund 60 Prozent der förderfähigen Industrialisierungskosten.
Verluste schrumpfen, Aufträge unter Beobachtung
Die Finanzen bleiben angespannt. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten im Konsens mit einem Verlust von 0,23 NOK je Aktie. Immerhin: Das EBITDA-Minus verbesserte sich im ersten Quartal auf negative 100 Millionen NOK— ein Fortschritt gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Ein Schwachpunkt bleibt der Auftragseingang, der im ersten Quartal zurückging. Am 15. Juli 2026 legt Nel die Zahlen zum zweiten Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob die neue Plattform erste kommerzielle Traktion erzeugt— und ob die Erholung fundamentale Substanz hat oder nur technischer Natur ist.
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