Der Aktienkurs der Nel Asa reagierte am Mittwoch etwas freundlicher: Nel ASA legte um 2 % zu und notierte kurz vor Handelsschluss bei 0,1942 Euro. Eine einzelne positive Handelssitzung ändert allerdings nichts an den Herausforderungen des Marktes. Für eine nachhaltige Verbesserung müssen sich neue Aufträge in realisierte Umsätze übersetzen und zugleich dazu beitragen, die Produktion wirtschaftlich besser auszulasten.
Nel Asa bleibt aktuell vergleichsweise (sehr) schwach bewertet
Trotz der schwierigen Branchenlage hält Nel an beiden Technologiefeldern fest. Am norwegischen Standort Herøya investiert das Unternehmen weiter in eine neue Generation druckbetriebener Alkaline-Systeme mit einer Kapazität von einem Gigawatt. Damit setzt der Konzern auf die Weiterentwicklung einer Technologie, obwohl gerade dieser Marktbereich zuletzt unter erheblichem Druck stand. Die Investition ist somit eine langfristige strategische Entscheidung, deren wirtschaftlicher Erfolg von der künftigen Nachfrage abhängen wird.
Entscheidend ist, ob Nel für die neue Generation ausreichend Absatzmöglichkeiten erschließen kann. Die technische Weiterentwicklung allein beseitigt weder die weltweiten Überkapazitäten noch garantiert sie eine hohe Auslastung. Das Unternehmen muss seine Investitionen daher mit einer tragfähigen Nachfrage verbinden. Solange die tatsächliche Produktion weit hinter den vorhandenen Fertigungsmöglichkeiten zurückbleibt, wird sich der Erfolg der Strategie daran messen lassen, ob zusätzliche Kapazitäten künftig wirtschaftlich genutzt werden können.
Nun gab es z. B. auch am Mittwoch und in den Tagen zuvor keine neue Nachricht, weder aus der Branche noch vom Unternehmen selbst. Die Voraussetzungen für steigende Kurse bleiben derzeit also recht spekulativ. Immerhin ist die Aktie ausgesprochen billig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Im Umfeld der Marke von 0,20 Euro sind vor allem Spekulanten unterwegs.
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