Nel bekommt wieder Rückenwind. Der norwegische Wasserstoffspezialist hat eine neue Elektrolyseur-Plattform vorgestellt, und der Markt reagiert deutlich. Nach Monaten mit hoher Nervosität zählt nun wieder, ob Technik und Kostenkurve endlich besser zusammenpassen.
Am Freitag sprang die Aktie in Oslo um 8,60 Prozent auf 3,285 NOK. Es war die vierte positive Sitzung in Serie.
Das wirkt nicht wie ein isolierter Sprung. Die Bewegung passt zu einer breiteren Erholung, die sich seit Tagen aufbaut.
In Euro steht die Aktie bei 0,30 Euro. Der Tagesgewinn liegt bei 6,17 Prozent. Auf Monatssicht summiert sich das Plus auf 42,32 Prozent.
Der Kurs sendet ein Signal
Die kurzfristige Chartlage hat sich deutlich verbessert. StockInvest.us hob Nel am 13. Mai von „Hold“ auf „Buy candidate“ an. Die Analysten verwiesen auf einen positiven Kurzfristtrend und ein Kaufsignal im Drei-Monats-MACD.
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Auch der Handel zog an. Am Freitag wechselten 4,99 Millionen Aktien den Besitzer. Als wichtige Unterstützung gilt der Bereich um 2,96 NOK.
Der Kurs liegt inzwischen klar über seiner langfristigen Durchschnittslinie. In der Euro-Notierung beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie rund 48 Prozent. Das zeigt, wie stark sich die Stimmung seit dem Frühjahr gedreht hat.
Neue Plattform rückt Kosten in den Mittelpunkt
Der eigentliche Treiber ist der kommerzielle Start der nächsten druckbeaufschlagten alkalischen Elektrolyseur-Plattform. Nel brachte sie am 6. Mai an den Markt. Das Unternehmen entwickelte die Technik über acht Jahre und testete sie im Werk Herøya.
Der Kern ist simpel: weniger Komplexität, mehr Skalierbarkeit. Die Plattform soll Projekte günstiger machen und die Ausführung vereinfachen. Besonders wichtig ist der druckbeaufschlagte Aufbau, weil er weniger nachgelagerte Verdichtung braucht.
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Nel nennt für eine 25-MW-Anlage schlüsselfertige Vollkosten von weniger als 1.450 Dollar je kW. Bei größeren Anlagen erwartet das Unternehmen weitere Kostenvorteile. Damit zielt Nel auf einen zentralen Engpass im Wasserstoffmarkt: zu hohe Systemkosten.
Herøya wird zum Prüfstein
Die Industrialisierung läuft am Standort Herøya. Nach der Investitionsentscheidung Ende 2025 arbeitet Nel auf eine Jahreskapazität von 1 GW für die neue Technologie hin. Der strategische Fahrplan sieht später bis zu 4 GW pro Jahr vor.
Das modulare Fabrikdesign soll die Investitionskosten der Systeme deutlich senken. Nel peilt eine Reduktion um 40 bis 60 Prozent gegenüber klassischen atmosphärischen Alkalilösungen an. Damit adressiert das Unternehmen Branchen wie Stahl, Ammoniak und Raffinerien.
Der Kurs hat bereits viel vorweggenommen. Seit Jahresanfang liegt die Aktie in Euro gut 57 Prozent vorn. Der RSI von 32,2 deutet dennoch nicht auf eine klassische Überhitzung hin.
Die nächste Belastungsprobe liegt damit weniger im Labor als in Herøya. Schafft Nel die geplante Skalierung ohne neue Kostenprobleme, bekommt die Rally eine operative Basis. Stockt der Hochlauf, bleibt der jüngste Kurssprung vor allem ein Vorschuss auf die neue Plattform.
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