Im Wasserstoffsektor richtet sich der Blick zur Wochenmitte erneut auf Nel ASA. Die Aktie gehört aktuell zu den auffälligsten Werten im europäischen Energiesegment und sorgt mit ihrer kräftigen Erholung für intensive Diskussionen unter Anlegern.
Am Mittwoch bewegte sich der Kurs nach einem Plus von rund 0,7 % bei etwa 0,34 Euro. Damit liegt das Papier deutlich über den Niveaus der vergangenen Monate. Seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg inzwischen auf mehr als 80 %. Die Aktie ist zweifellos im Aufwärtstrend. Es wird Investoren und Trader geben, die den Titel auf dem Weg sehen, die Marke von 0,50 Euro anzugreifen. Bedenklich ist auch, dass Nel Asa bei einem erwarteten Jahresminus von rund -420 Millionen Euro am Markt schon wieder über 610 Millionen Euro wert ist.
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Nel Asa: Ist das schon zu viel des Guten?
Der Markt reagiert dabei vor allem auf die technologische Offensive des norwegischen Unternehmens. Nel stellte kürzlich eine neue Generation alkalischer Elektrolysesysteme vor, die deutlich effizienter arbeiten soll. Seit dem 6.5. ist sie in Betrieb. Besonders wichtig erscheint vielen Investoren die Aussicht auf sinkende Produktionskosten je Kilowatt.
Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise auf neue Projektmöglichkeiten. Ein Auftrag aus den USA über mehrere Millionen Dollar stärkt das operative Bild zumindest für die US-Tochter der Nel Asa kurzfristig. Hinzu kommen Hoffnungen auf größere europäische Wasserstoffprogramme, die den Markt in den kommenden Jahren stark verändern könnten.
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Bemerkenswert bleibt zudem die Stimmung im gesamten Sektor. Auch andere Wasserstofftitel wie Plug Power oder ITM Power erleben derzeit kräftige Bewegungen. Nach langer Schwächephase kehrt damit neues Interesse in die Branche zurück. Warum? Die Hoffnung steigt, dass Wasserstoff wegen der zunehmenden Energienachfrage durch den Bau von KI-Rechenzentren eine Rolle spielen könnte.
Und dennoch ist aktuell der Auftragseingang sogar rückläufig. Die Trader interessiert das überhaupt nicht. Die geben ordentlich Gas.
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