Die NEO Battery Materials Aktie kämpft mit massivem Abwärtsdruck. Seit Jahresbeginn büßte der Titel fast 59 Prozent an Wert ein und notiert gefährlich nah am Jahrestief. Das Management reagiert auf die Marktschwäche mit einer strategischen Neuausrichtung auf die westliche Rüstungsindustrie.

Kurs auf US-Verteidigungsmärkte

Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter von Batterielösungen, die unabhängig von chinesischen Lieferketten funktionieren. Damit erfüllt NEO Battery Materials die strengen Kriterien des US-Verteidigungsgesetzes NDAA. Solche Lösungen sind für westliche Hersteller attraktiv, die ihre Versorgungssicherheit garantieren müssen. Ein Pakt mit der Firma Assetta markiert den Einstieg in die Produktion von Hochleistungsbatterien für Drohnen.

Außerdem agiert der Konzern als Auftragsfertiger für in den USA gelistete Batterieunternehmen. Von der südkoreanischen Basis aus liefert NEO Battery Materials Komponenten und Zellen an Partner im Nasdaq-Segment. Das Management erwartet, dass die Lücke zwischen Umsatz und Verlust schrumpft, sobald die Produktionsmengen steigen.

Bilanz der Anlaufphase

Die aktuellen Zahlen spiegeln die frühen Schritte der Kommerzialisierung wider. Im ersten Geschäftsquartal erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von rund 179.000 Kanadischen Dollar. Der Bruttoverlust belief sich im selben Zeitraum auf etwa 643.000 Dollar. Die Führung begründet dies mit den schwankenden Erträgen während der Skalierungsphase.

In Südkorea treibt NEO Battery Materials derweil den Ausbau der Produktion voran. Die firmeneigene Silizium-Anoden-Technologie soll künftig eine Kapazität von 20 Tonnen pro Jahr erreichen. Das Werk zielt auf eine jährliche Gesamtkapazität von 500 Megawattstunden ab.

Bis zum Jahr 2027 will das Unternehmen vier Millionen maßgeschneiderte Batteriezellen pro Jahr herstellen. Aktuell liefert das Team bereits erste Aufträge aus dem bestehenden Werk in Gimje aus.

Der Markt wartet nun auf die Bestätigung größerer Lieferverträge. Die Aktie notiert mit 0,1605 Euro nur noch hauchdünn über ihrem Jahrestief. Neue operative Details zur Standorterweiterung in Ochang werden im weiteren Jahresverlauf erwartet.