Der gescheiterte Warner-Deal entpuppt sich als Wendepunkt. Seit Netflix das rund 82 Milliarden Dollar schwere Übernahmevorhaben für Warner Bros. Discovery Ende Februar fallen ließ, ist die Aktie um gut 12 Prozent gestiegen — und das Kapital fließt nun in eine ganz andere Richtung.
Kleiner Zukauf, große Botschaft
Für bis zu 600 Millionen Dollar übernimmt Netflix das KI-Unternehmen InterPositive, das von Schauspieler und Filmemacher Ben Affleck gegründet wurde. Die Firma entwickelt Technologien für die Postproduktion — etwa zur Optimierung von Beleuchtung, Farbkorrektur und visuellen Effekten. Der Kaufpreis setzt sich aus einer anfänglichen Barzahlung sowie leistungsabhängigen Nachzahlungen zusammen.
Parallel dazu baut Netflix sein Werbeangebot aus. Die Werbeerlöse haben sich 2025 mehr als verdoppelt und lagen bei rund 1,5 Milliarden Dollar. Für 2026 peilt das Unternehmen etwa 3 Milliarden Dollar an — ein Bereich, den KI künftig effizienter und personalisierter machen soll.
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Wall Street erleichtert
JPMorgan hatte seine Analyse-Berichterstattung zu Netflix während der Warner-Verhandlungen sogar vorübergehend eingestellt. Nach dem Scheitern des Deals nahm die US-Großbank die Coverage wieder auf — mit einer Hochstufung auf „Overweight“ und einem Kursziel von 120 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 26 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 11. März bei knapp 95 Dollar.
Der zuständige Analyst sieht Netflix als gesunde organische Wachstumsgeschichte: starke Inhaltspipeline, wachsendes internationales Abonnentengeschäft, und ein Werbegeschäft, das bislang unter seinen Möglichkeiten geblieben sei. Gleichzeitig stufen die Experten Netflix als vergleichsweise gut gegen KI-Disruption abgesichert ein — mit dem Argument, dass kreatives Erzählen und Talentbindung nachhaltigere Wettbewerbsvorteile darstellten als rein transaktionale Geschäftsmodelle.
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Das Gesamtbild unter den Analysten fällt deutlich positiv aus: 31 von 41 Wall-Street-Experten empfehlen den Kauf der Aktie, kein einziger rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 114,50 Dollar.
Internes Umbauen
Begleitet wird der strategische Schwenk von einer internen Umstrukturierung. Netflix streicht mehrere Dutzend Stellen im kreativen Marketingbereich — Poster, Trailer-Inhalte, Material für Live-Events. Bei einer Gesamtbelegschaft von rund 16.000 Mitarbeitern ist der Einschnitt überschaubar, und ein Teil der Betroffenen wechselt in andere Unternehmensbereiche. Das operative Kerngeschäft bleibt davon unberührt: Im vierten Quartal 2025 legte der Umsatz um 17,6 Prozent auf rund 12,1 Milliarden Dollar zu.
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