Netflix plant offenbar den nächsten strategischen Schritt: Der Streaming-Dienst soll sich mit dem Radford Studio Center ein eigenes Filmstudio sichern. Die Nachricht sorgte am Freitag für leichte Kursgewinne, doch die Aktie bleibt unter Druck.
Produktionsinfrastruktur als Wettbewerbsvorteil
Laut Medienberichten steht Netflix kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme des traditionsreichen Radford Studio Centers in Los Angeles. Mit dem Kauf sichert sich das Unternehmen eigene Produktionskapazitäten und reduziert die Abhängigkeit von externen Studios.
Parallel dazu soll Netflix Gespräche mit traditionellen Fernsehsendern führen. Das Signal: Der Streaming-Pionier denkt über die reine Abo-Plattform hinaus und sucht neue Wege, Inhalte zu vermarkten.
Die Aktie reagierte verhalten positiv. Am Freitag schloss Netflix bei 68,31 Euro – ein Plus von 1,21 Prozent. Der fundamentale Trend bleibt aber schwach: Auf Wochensicht verlor das Papier 1,60 Prozent, über den Monat gerechnet sogar 9,83 Prozent.
Technische Signale und Ausblick
Der RSI liegt bei 35,4 – die Aktie ist technisch gesehen fast überverkauft. Die annualisierte Volatilität von 24,19 Prozent zeigt, dass die Schwankungen zuletzt zugenommen haben.
Netflix setzt mit dem Studiokauf ein Zeichen. Der Konzern investiert nicht nur in Inhalte, sondern auch in die Infrastruktur, die diese Inhalte produziert. In einer Branche, in der Disney, Amazon und Apple um jedes Abo konkurrieren, könnte das ein entscheidender Vorteil sein.
Der nächste Quartalsbericht kommt im Juli. Dann zeigt sich, ob die Strategie auch finanziell trägt.
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