Der Gewerbeimmobilienmarkt in Los Angeles bietet derzeit historische Rabatte. Netflix will diese Chance offenbar nutzen und verhandelt über den Kauf des Radford Studio Centers. Der Streaming-Konzern ändert damit seine bisherige Strategie grundlegend: Eigene Studios sollen künftig teure Mietverträge ersetzen.
Branchenberichten zufolge könnte der Kaufpreis bei unter 616 Millionen US-Dollar liegen. Das entspricht weniger als einem Drittel der Bewertung aus dem Jahr 2021. Damals wechselte das historische Produktionsgelände in Studio City noch für 1,85 Milliarden Dollar den Besitzer.
Mit dem Erwerb sichert sich das Unternehmen direkten Zugriff auf dringend benötigte Produktionshallen und Büros. Eigene Infrastruktur senkt langfristig die Kosten für neue Inhalte. Zeitgleich macht sich der Konzern unabhängiger von externen Studiobetreibern.
Fokus auf Profitabilität
Die geplante Übernahme passt zur aktuellen Ausrichtung auf mehr Effizienz. Zum Jahresauftakt steigerte Netflix den Umsatz um 16 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr peilt das Management eine operative Marge von gut 31 Prozent an.
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Am Aktienmarkt herrscht dennoch Zurückhaltung. Ein verhaltener Ausblick auf das zweite Quartal drückt den Kurs derzeit in den Bereich von 92 Dollar. Um den Wert für Aktionäre zu stützen, hat der Vorstand kürzlich ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden Dollar genehmigt.
Umbruch in der Führungsebene
Neben der Infrastruktur baut der Konzern auch sein Geschäftsmodell um. Werbefinanzierte Abonnements und Live-Übertragungen von Sportereignissen sollen neue Einnahmequellen erschließen. Parallel dazu steht ein personeller Wechsel an der Spitze an.
Im Juni verlässt Mitgründer Reed Hastings den Verwaltungsrat. Die Verhandlungen um das Radford Studio Center fallen genau in diese Übergangsphase und markieren den nächsten Schritt, um das geplante Live- und Sportprogramm zeitnah mit eigener physischer Infrastruktur zu unterfüttern.
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