Netramark hat einen weiteren Kunden an Land gezogen. Der KI-Spezialist für die Pharmabranche sicherte sich einen Vertrag mit einem Biopharma-Unternehmen, das an einer Therapie für das zentrale Nervensystem arbeitet. Es ist bereits der neunte kommerzielle Auftrag seit Oktober 2025.
Die NetraAI-Plattform soll Patientendaten aus einer abgeschlossenen klinischen Studie analysieren. Ziel: die Dosis optimieren, Patientengruppen besser stratifizieren und die weitere Entwicklung des Programms unterstützen. Die Analyse umfasst Wirksamkeit, Sicherheit, Verträglichkeit und Abbruchmuster.
CEO George Achilleos spricht von einem „bedeutenden kommerziellen Erfolg“. Die Kunden würden zunehmend erkennen, dass abgeschlossene Studien weit mehr Informationen enthalten, als Standardauswertungen preisgeben. NetraAI identifiziere kompakte, modellbasierte Subgruppen – Profile mit wenigen Variablen, die Dosis-Wirkung und Behandlungseffekte erklären.
Marktreaktion: Erholung vom Jahrestief
Die Nachricht kommt zum richtigen Zeitpunkt. Erst am 30. Juni hatte die Aktie mit 0,35 Euro ein neues 52-Wochen-Tief erreicht. Am Mittwoch notiert sie bei 0,42 Euro – ein Tagesplus von rund 15 Prozent.
Der Rückschlag der vergangenen Wochen sitzt aber noch tief. Auf Jahressicht verliert die Aktie mehr als 50 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt von 0,53 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Kurs. Die Marke von 1,08 Euro aus August 2025 wirkt inzwischen wie eine ferne Erinnerung.
Netramark setzt darauf, dass die wachsende Auftragslage die Stimmung dreht. Das Unternehmen konzentriert sich weiter auf KI-Lösungen für ZNS, Onkologie und weitere Therapiefelder. Die Technologie arbeitet mit einem topologiebasierten Algorithmus, der Patientendaten in verwandte Subsets zerlegt – auch bei kleineren Datensätzen.
Ob der neunte Auftrag den Wendepunkt markiert, bleibt offen. Die fundamentale Wende in der Pipeline wird sich erst in den kommenden Quartalszahlen zeigen.
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