Newmont geriet zum Wochenschluss unter Druck. Die Aktie fiel am Freitag auf 93,91 Euro und verlor 6,0 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 5,16 Prozent.
Der Grund liegt nicht nur im eigenen Chart. Schwächere Goldpreise trafen Minenwerte insgesamt, weil der Dollar zulegte und die Renditen anzogen. Gerade für Goldförderer ist das ein ungünstiges Umfeld. Gold wirft keine laufenden Erträge ab. Steigen Zinsen und Anleiherenditen, verliert das Metall an relativer Attraktivität.
Solide Zahlen trotz schwachem Kurs
Operativ lief der Jahresauftakt kräftig. Im ersten Quartal 2026 erzielte Newmont ein Ergebnis je Aktie von 2,90 Dollar. Der Markt hatte nur 2,07 Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte auf 7,31 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 45,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Auch bei den Kosten hielt der Konzern die Linie. Die all-in sustaining costs lagen bei 1.029 Dollar je Unze und damit unter dem Branchenschnitt. Das stützt die Marge, selbst wenn der Goldpreis kurzfristig schwankt.
Der Aktienkurs erzählt gerade eine andere Geschichte. Mit 93,91 Euro liegt das Papier unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 96,38 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 110,50 Euro fehlt noch rund 15 Prozent. Gleichzeitig bleibt die langfristige Entwicklung stark: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 8,68 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten sogar von 110,68 Prozent.
Wachstum soll die Basis breiter machen
Newmont sucht parallel nach neuen Quellen für weiteres Wachstum. Der Konzern prüft eine mögliche Partnerschaft mit Barrick Gold zur Entwicklung der Fourmile-Lagerstätte. Das Projekt gilt als geologisch interessant. Außerdem hat Newmont den Anteil an Solitario Resources auf rund 9,4 Prozent erhöht.
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Dazu kommt Bewegung bei den Großanlegern. Einige Adressen haben ihre Positionen reduziert. Andere haben deutlich aufgestockt. Lockheed Martin Investment Management erhöhte seinen Bestand im vierten Quartal um 373 Prozent. Van Eck Associates baute im ersten Quartal 2026 um rund 6,2 Millionen Aktien aus.
Blick auf Dividende und Zinsen
Am Markt bleibt die Stimmung gemischt. Die Analysten sehen die Aktie im Konsens weiter auf „Moderate Buy“ und nennen ein durchschnittliches Kursziel von 142,51 Dollar. Wall Street Zen stufte die Aktie zuletzt sogar auf „Strong-Buy“ hoch.
Für die nächsten Tage rückt die Dividende in den Fokus. Newmont hat 0,26 Dollar je Aktie angekündigt. Der Ex-Tag liegt Ende Mai, die Auszahlung folgt im Juni. Kurzfristig dürfte aber weiter vor allem das Zusammenspiel aus Dollar, Renditen und Goldpreis den Ton angeben. Die hohe Volatilität von 52,22 Prozent zeigt, wie nervös der Markt auf diese Faktoren reagiert.
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