Nike hat die Erwartungen übertroffen – und dennoch bleibt die Stimmung angespannt. Der Sportartikelriese legte am Mittwoch Abend die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,35 Dollar und damit deutlich über den erwarteten 0,28 Dollar. Die Aktie reagierte zunächst erleichtert und kletterte auf 39,51 Euro, ein Plus von 2,36 Prozent. Seit Jahresbeginn steht aber ein Minus von knapp 27 Prozent. Die Märkte preisen weiterhin operative Risiken ein.
Umsatzstagnation und China-Schwäche
Der Umsatz blieb mit 11,28 Milliarden Dollar nahezu unverändert zum Vorjahr. Wachstum sieht anders aus. Finanzchef Matthew Friend gab einen verhaltenen Ausblick: Für das laufende Schlussquartal erwartet er einen Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Besonders stark trifft es die Region Greater China – hier prognostiziert das Management ein Minus von 20 Prozent.
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Der weltweite Einzelhandel zeigt sich weiterhin von hoher Promotionsaktivität geprägt, vor allem in Europa. Der Preisdruck bleibt hoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 30,4 – ein Indikator dafür, dass Anleger für die Nike-Aktie weiterhin einen Aufschlag zahlen, obwohl die fundamentale Entwicklung schwächelt.
Insider kaufen – Institutionelle verkaufen
Ein gemischtes Bild zeigt sich beim Aktionärskreis. Während Großinvestoren wie Fisher Asset Management ihr Engagement im vierten Quartal um 7,1 Prozent reduzierten und Jefferies Financial Group sogar um knapp 79 Prozent zurückfuhr, kauften Unternehmensinsider in den letzten drei Monaten zusammen 88.101 Aktien.
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CEO Elliott Hill erwarb im April 23.660 Anteile zu je 42,27 Dollar. Auch Director John W. Rogers stockte auf: 4.000 Aktien zum Kurs von 43,34 Dollar. Solche Käufe aus der Führungsetage werden von Marktbeobachtern oft als Vertrauenssignal gewertet.
Analysten bleiben insgesamt zurückhaltend. Der Konsens lautet „Halten“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 62,04 Dollar – knapp 30 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die nächste Hürde: der Ex-Dividendentermin am 1. Juni. Nike zahlt dann 0,41 Dollar je Aktie aus. Der Sprung über die 40-Euro-Marke bleibt die kurzfristige Bewährungsprobe.
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