Ein chinesisches Gericht hat Nokias Patentbewertung offiziell als Maßstab für globale 5G-Lizenzgebühren anerkannt. Das ist mehr als ein juristischer Teilerfolg— es verändert die Verhandlungsposition des finnischen Konzerns in einem Markt, der westlichen Patentinhabern traditionell wenig Entgegenkommen zeigt.
Chongqing setzt Nokia-Benchmark
Das Chongqing First Intermediate People’s Court hat am 10. Mai in einem Streit zwischen ZTE und Samsung die bestehende Nokia-Samsung-Kreuzlizenzvereinbarung als „vergleichbare Lizenz“ für die Festlegung von FRAND-Konditionen herangezogen. FRAND steht für faire, angemessene und diskriminierungsfreie Bedingungen— ein zentrales Konzept im Patentrecht für Mobilfunkstandards von 2G bis 5G.
Ausschlaggebend für das Gericht: Der Nokia-Samsung-Vertrag wurde ohne laufende Klagen oder Unterlassungsanträge ausgehandelt. Genau das macht ihn aus richterlicher Sicht zum verlässlicheren Referenzpunkt. Für Nokia bedeutet das eine strukturelle Stärkung künftiger Lizenzverhandlungen— das Patentportfolio des Unternehmens soll stabile Einnahmen bis mindestens 2040 generieren.
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Dividende und solide Kassenlage
Parallel läuft heute die Auszahlung der Quartalsdividende von 0,04 Euro je Aktie. Der Beschluss des Vorstands stammt aus dem April, der Ex-Dividenden-Tag war der 28. April. Die Hauptversammlung hatte am 9. April eine Gesamtausschüttung von bis zu 0,14 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 genehmigt— nach dem heutigen Schritt verbleiben noch bis zu 0,10 Euro für weitere Tranchen.
Die finanzielle Basis dafür ist solide. Nokia wies zuletzt einen freien Cashflow von 0,6 Milliarden Euro im ersten Quartal aus, die Nettoliquidität lag bei 3,8 Milliarden Euro.
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KI-Infrastruktur als Wachstumstreiber
Das stärkste Kurssignal kommt aus dem Segment Netzinfrastruktur. Das Management hat die Wachstumsprognose für 2026 auf 12 bis 14 Prozent angehoben— Anfang Januar lautete das Ziel noch 6 bis 8 Prozent. Treiber ist der Schwenk zu sogenannten AI-RAN-Lösungen, also KI-gestützten Funkzugangsnetzen, sowie Synergien aus der Infinera-Übernahme.
In San Jose läuft ein neues Fertigungswerk für Indiumphosphid-Chips an, die Kupferverbindungen in KI-Rechenzentren durch optische Übertragung ersetzen sollen. Für das kombinierte Geschäft mit optischen und IP-Netzwerken rechnet Nokia 2026 mit einem Wachstum von 18 bis 20 Prozent.
Die Aktie spiegelt diese Entwicklungen eindrücklich wider: Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, auf Jahressicht sogar mehr als verdreifacht. Mit 11,73 Euro notiert das Papier aktuell auf einem 52-Wochen-Hoch— und rund 43 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Das nächste konkrete Datum im Blick: Weitere Dividendentranchen sowie mögliche Fortschritte bei 6G-Standardisierungsverhandlungen dürften die Bewertungsdiskussion im zweiten Halbjahr prägen.
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