Nokia Aktie: Emma Falck leitet Mobile Infrastructure ab September

Emma Falck übernimmt Nokias Mobile-Infrastructure-Sparte. Der Konzern setzt auf KI-native Netze und ein softwaregetriebenes Wachstum.

Nokia Aktie
Kurz & knapp:
  • Falck kommt von Siemens
  • Fokus auf Physical AI
  • KI-Cloud-Geschäft wächst stark
  • Aktie mit 135 Prozent Plus

Nokia setzt mitten in einer kräftigen KI-Rally einen neuen Kopf auf sein schwierigstes Geschäft. Emma Falck übernimmt zum 1. September 2026 die Sparte Mobile Infrastructure und rückt in die Konzernleitung auf. Der Schritt ist mehr als eine Personalie: Nokia will aus Funknetzen, Kernsoftware und Patenten ein stärkeres, softwaregetriebenes Wachstumsfeld formen.

Falck soll die Umsetzung schärfen

Falck kommt von Siemens. Dort verantwortet sie als Executive Vice President Produkte im Geschäft Smart Infrastructure Buildings. Sie führt Teams für Produktmanagement, Entwicklung und Lieferketten.

Ihre Vita passt zu Nokias neuer Stoßrichtung. Falck arbeitete auch in Strategie- und Technologierollen, unter anderem bei KONE und Boston Consulting Group. Hinzu kommt ein Doktortitel in Computational Physics von der Aalto-Universität.

CEO Justin Hotard verbindet die Ernennung mit dem Wandel zu „Physical AI“. Gemeint sind KI-Systeme, die reale Infrastruktur, Maschinen und Geräte steuern. Für Hotard müssen Netze künftig von Beginn an KI-nativ gedacht werden.

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Warum die Sparte Druck hat

Die neue Einheit entstand nach einer tiefen Neuordnung. Nokia holte im Oktober Nvidia als strategischen Investor an Bord. Kurz danach bündelte der Konzern Kernnetze, Funkzugangsnetze und Patentportfolios in der neuen Mobile-Infrastructure-Sparte.

Der frühere Mobilfunknetz-Chef Tommi Uitto räumte dabei seinen Posten. Hotard führte das Geschäft seitdem übergangsweise selbst. Mit Falck bekommt die Einheit nun wieder eine eigene Führung.

Operativ bleibt das Geschäft zäh. Im ersten Quartal legte Mobile Infrastructure währungsbereinigt um 3 Prozent zu. Die Funksparte zeigte jedoch kaum Schwung. Stärker lief Optical Networks, getragen von Nachfrage aus KI-Rechenzentren.

Telekomkonzerne halten sich nach dem schweren 5G-Ausbau mit neuen Investitionen zurück. 6G ist noch nicht nah genug, um den nächsten großen Bestellzyklus auszulösen. Falck will deshalb die Umsetzung verbessern und KI tiefer in Entwicklung und Lieferung verankern.

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Aktie läuft der Wende voraus

Die Aktie läuft der operativen Wende bereits weit voraus. Am Donnerstag notiert sie bei 13,09 Euro, ein Plus von 3,85 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Gewinn von 135 Prozent zu Buche.

Der Kurstreiber liegt im KI- und Cloud-Geschäft. Im ersten Quartal stiegen die Nettoerlöse mit KI- und Cloud-Kunden um 49 Prozent. Neue Aufträge erreichten rund 1 Milliarde Euro.

Nokia hat deshalb die Wachstumsprognose für diesen Bereich angehoben. Bis 2028 peilt der Konzern nun eine durchschnittliche jährliche Rate von 27 Prozent an, nach zuvor 16 Prozent.

Analysten haben nachgezogen. JPMorgan hob das Kursziel von 6,90 auf 12 Euro und bleibt bei Overweight. Morgan Stanley erhöhte auf 11 Euro nach zuvor 8,50 Euro, ebenfalls mit Overweight.

Ab 1. September übernimmt Falck ein Geschäft, das mehr Tempo in der Umsetzung braucht. Bis 2028 peilt Nokia einen vergleichbaren operativen Gewinn zwischen 2,7 und 3,2 Milliarden Euro an. Die Aktie preist bereits viel Vertrauen ein; Falck soll daraus messbare Margen machen.

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