Nokia hat am Montag zugelegt — und der Grund ist ungewöhnlich für einen Telekomausrüster. Eine strategische Partnerschaft mit Lockheed Martin soll hochsichere 5G- und 6G-Kommunikationslösungen für das US-Militär entwickeln. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Finanziell fällt die Vereinbarung kurzfristig kaum ins Gewicht, wie Nokia selbst einräumt. Für die Marktwahrnehmung zählt jedoch das Signal: Der finnische Konzern drängt gezielt in den Verteidigungssektor — ein Markt, der für sichere Mobilnetze wächst, aber bislang von klassischen Rüstungsunternehmen dominiert wird.
Starkes Quartal mit einem Haken
Die Zahlen zum ersten Quartal 2026 liefern ein gemischtes Bild. Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 5,26 Milliarden Dollar — blieb damit aber unter dem Konsensschätzung von 5,40 Milliarden Dollar. Beim Gewinn sieht es besser aus: Der Gewinn je Aktie stieg um 67 Prozent auf 0,06 Dollar.
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Das Umsatzverfehlen drückt auf die Stimmung, der Gewinnanstieg stützt sie. Unterm Strich dominiert derzeit die Fantasie rund um den Lockheed-Deal.
Kurs nahe Jahreshoch, RSI noch nicht überhitzt
Die Aktie notiert bei 11,14 Euro — rund drei Prozent unter dem Jahreshoch von 11,48 Euro, das Anfang Mai markiert wurde. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs glatt verdoppelt, auf Zwölfmonatssicht liegt das Plus bei fast 139 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 8,15 Euro, der aktuelle Kurs damit gut 36 Prozent darüber.
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Der RSI liegt bei 61 — erhöht, aber noch nicht im technisch überkauften Bereich. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von rund 58 Prozent zeigt allerdings, wie viel Bewegung in der Aktie steckt.
Infrastruktur-Boom als Rückenwind
Im Hintergrund läuft ein breiterer Investitionszyklus. Cloud-Anbieter haben ihre Kapitalausgaben zuletzt massiv hochgefahren — ein Trend, der Netzwerkausrüstern wie Nokia strukturellen Rückenwind gibt. Das Unternehmen versucht, diesen Schwung mit dem Vorstoß in Verteidigungsanwendungen zu kombinieren.
Ob der Lockheed-Deal mittelfristig echte Umsatzbeiträge liefert, wird sich spätestens mit dem Abschluss im vierten Quartal konkretisieren — und dürfte dann auch die Analystenschätzungen für 2027 bewegen.
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