Nordex liefert künftig Windstrom direkt für die Reifenproduktion von Continental. Der Turbinenbauer baut damit sein Geschäft mit industriellen Eigenversorgern weiter aus. Das Ziel: Fabriken direkt und unabhängig vom öffentlichen Netz zu versorgen.
Der neue Windpark in Korbach erhält drei Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 20 Megawatt. Entwickelt hat das Projekt die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien. Die Fundamentarbeiten beginnen noch im Jahr 2026. Nordex plant die Inbetriebnahme rund 18 Monate später.
Die Börse honoriert die gute Auftragslage. Die Nordex-Aktie notiert aktuell bei 46,78 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits um 55,62 Prozent zugelegt. Damit setzt sich der Aufwärtstrend des vergangenen Jahres fort. Auf Jahressicht verzeichnet die Aktie ein Plus von über 150 Prozent.
Der Auftrag für Continental ist kein Einzelfall. Erst Ende Juni sicherte sich Nordex deutsche Projekte über 197 Megawatt. Parallel dazu bestellten Kunden in den USA 55 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 325 Megawatt. Diese Anlagen fertigt das Unternehmen im eigenen Werk in Iowa.
Großkonzerne investieren massiv in eigene Anlagen für erneuerbare Energien. Sie wollen so ihren CO2-Fußabdruck senken. Nordex profitiert hier von seiner Delta4000-Plattform. Die Onshore-Anlagen decken den Bereich von 4 bis über 7 Megawatt ab.
Maßgeschneiderte Lösungen für Industriekunden könnten zum dauerhaften Wachstumstreiber werden. Nordex füllt damit eine Marktnische für Projekte mit begrenztem Platzangebot. Das Unternehmen positioniert sich so als Schlüsselpartner für die industrielle Energiewende.
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