Nordex sammelt Großaufträge in Serie. Der Windturbinenbauer sicherte sich innerhalb weniger Tage Projekte mit einer Gesamtleistung von 510 Megawatt. Diese Auftragsflut kommt für die Anleger zur rechten Zeit.
Der Schwerpunkt der neuen Bestellungen liegt auf dem deutschen Heimatmarkt. Hier liefert Nordex 39 Turbinen für 14 Projekte mit rund 255 Megawatt. Besonders das Segment der Bürgerwindparks gewinnt für den Konzern an Bedeutung. Ein Beispiel ist das Projekt Rheine-Catenhorn in Nordrhein-Westfalen.
Expansion in Südeuropa und der Türkei
Parallel dazu baut das Unternehmen seine Präsenz in Südeuropa und der Türkei aus. Dort bestellten Kunden 34 Anlagen der Delta-Serie mit insgesamt 155 Megawatt Leistung. Ein weiterer Auftrag über 100 Megawatt für 17 Turbinen stammt aus Osteuropa.
Alle neuen Verträge enthalten mehrjährige Service- und Wartungsvereinbarungen. Das sichert Nordex planbare Einnahmen über die reine Installation hinaus. Das Unternehmen nutzt dafür sein globales Servicenetzwerk und einen breiten Fertigungsverbund.
Marktreaktion und Bewertung
An der Börse sorgten die Nachrichten für eine leichte Erholung. Die Aktie stieg am Freitag um 2,5 Prozent auf 40,04 Euro. Trotzdem notiert das Papier gut 21 Prozent unter seinem April-Hoch.
Auf Jahressicht bleibt die Performance mit einem Plus von 127 Prozent beeindruckend. Analysten werten die aktuelle Kursdelle als Korrektur einer zuvor hohen Bewertung. Die operative Umsetzung der vollen Auftragsbücher bleibt nun der entscheidende Faktor.
Der Konzern erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigt Nordex mehr als 11.100 Mitarbeiter. Die neuen Anlagen sollen zwischen Frühjahr 2027 und Anfang 2028 in Betrieb gehen. Damit füllt Nordex seine Pipeline für die kommenden zwei Jahre.
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